Kassenärztliche Bundesvereinigung fordert Ende der Praxisgebühr

Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordert ein Ende der Praxisgebühr
Die Unerwartet hohen GKV-Gewinne wecken weiterhin Begehrlichkeiten. In den letzten Wochen wurde bekannt, was Versicherte in der GKV kaum glauben können: Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat im Jahr 2011 offensichtlich deutlich bessere Gewinne erwirtschaftet, als ursprünglich zu erwarten war.

Doch genau diese Gewinne sorgen nun an verschiedensten Stelle für Unmut und für Begehrlichkeiten: So wird einerseits die Abschaffung der Praxisgebühr gefordert (Wir berichteten: Die Praxisgebühr bleibt trotz GKV Überschuss; 12. März 2012), andererseits sollten den Versicherten ein Teil der Gewinne in Form von Beitragsrückerstattungen zukommen. Über die verschiedenen Vorschläge zu diesem Thema berichteten wir eingehend (Diskussion Krankenkassen Milliardenüberschuss; 11. März 2012)

Kassenärztliche Bundesvereinigung jetzt auch für eine Abschaffung der Praxisgebühr
Aktuell fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ein Ende der Praxisgebühr. Das führe nicht nur zu einer finanziellen Entlastung der Versicherten, sondern auch zu einer Reduzierung der Bürokratie in den Arztpraxen. Den gleichen Vorschlag hatte auch bereits die FDP formuliert. Allerdings hatte die Union schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Abschaffung der Praxisgebühr nicht zur Debatte stehe. Man darf als gesetzlich Versicherter also gespannt sein, wie es weitergeht in dieser Diskussion, die privat Versicherte mit etwas Unverständnis verfolgen dürften.

Hier stellt sich nämlich die Frage, wer sich um erhöhte Beitragsrückerstattungen der PKV-Versicherten kümmert? Versicherte in der privaten Krankenversicherung (PKV) dürften eine verstärkte Unterstützung aus der Politik sicher sehr begrüßen.

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