Karies – Auch die Gene sind daran schuld

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Foto: ©iStock.com/alvarez
Dies sollen Wissenschaftler aus den USA jetzt nachgewiesen haben.

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Das Risiko kariöse Zähne zu bekommen liegt zu einem großen Teil auch in den Genen. Dies sollen Wissenschaftler aus den USA jetzt nachgewiesen haben. Mädchen und Frauen, die nicht so eine ausgeprägte genetische Karies-Veranlagung haben wie die Männer, haben allerdings trotzdem häufiger schlechte Zähne.

Bisher ging man generell davon aus, dass ausschließlich die falsche Ernährung und eine mangelnde Zahnhygiene die Hauptursachen für Karies sind. Die aktuelle Studie aus den USA zeigt nun aber, dass aller Wahrscheinlichkeit nach auch die Genetik eine wichtige Rolle dabei spielt. Das Risiko Karies über die Gene zu entwickeln kann beim männlichen Geschlecht sogar bis zu 65 Prozent erhöht sein. Verantwortlich dafür sind die Gene, die für Speichel-Zusammensetzung, Härte der Zähne oder Geschmackspräferenzen zuständig sind.

Die Umweltfaktoren spielen natürlich auch eine Rolle

Für die Studie wurden 740 Familien mit mehr als 2.600 Personen untersucht. Sie waren zu Beginn der Testreihe zwischen einem und 93 Jahren alt. Es zeigte sich bereits nach kurzer Zeit recht deutlich, dass die Gene bei den männlichen Teilnehmern einen größeren Einfluss auf die Entstehung von Karies haben, als mangelnde Zahnhygiene oder eine schlechte Ernährung. Besonders bei den Milchzähnen wurde das deutlich. Das männliche X-Chromosom scheint also, in Kombination mit bestimmten Genveränderungen, das Risiko für Parodontitis zu erhöhen.
Neben der Genetik sind natürlich auch bei den männlichen Probanden verschiedene Umweltfaktoren, wie ungünstige Ernährung und mangelnde oder gar fehlende Zahnhygiene, eine Ursache für die Entstehung von Karies.

Die Studie zeigt aber auch, dass es bei Frauen und Mädchen genau umgekehrt ist. Die Genetik spielt bei ihnen eher eine untergeordnete Rolle und falsche Ernährung und unzureichende Zahnhygiene liegen bei der Entstehung von Karies ganz vorn. Dafür gibt es einen einleuchtenden Grund. In vielen, alltäglichen Situationen sollen die weiblichen Wesen eher ein größeres Verlangen nach Süßem haben. Gerade auch in Stress-Situationen greifen sie lieber zu Süßigkeiten, während Männer dagegen bevorzugt deftige Mahlzeiten zu sich nehmen.
Das Ergebnis der Studie könnte Zahnärzten in Zukunft vielleicht dabei helfen, eine individuellere und geschlechtsbezogene Karies-Prophylaxe anzubieten, wenn ein Karies-Risiko vorliegt. Es sind jedoch noch einige Studien notwendig, um dafür ein genaues Konzept zu erarbeiten.

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Quelle: http://www.zm-online.de/home/zahnmedizin/Gene-bedingen-Kariesrisiko_311653.html

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