Kann grünes Licht Migräne lindern?

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Foto: ©iStock.com/DKart
Eine neue Studie aus den USA zeigt jetzt, dass grünes Licht die schmerzhafte Migräne leicht bessern kann.

Migräne, unter diesem immer wiederkehrenden Kopfschmerz, der meist einseitig auftritt, leiden Menschen aller Altersklassen. In Deutschland sind es zehn bis fünfzehn Millionen, Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Für die Entstehung von Migräne werden verschiedene Faktoren verantwortlich gemacht. Auch Licht gehört dazu. Sehr viele Betroffene reagieren äußerst schmerzempfindlich darauf, allerdings nicht auf alle Frequenzen gleichermaßen. Man schätzt, dass etwa bei achtzig Prozent der Migräne-Patienten Licht die Beschwerden verstärkt. Das schränkt die gesamte Lebensqualität natürlich erheblich ein.

Eine neue Studie aus den USA zeigt jetzt, dass grünes Licht die schmerzhafte Migräne sogar leicht bessern kann. Die Forscher der Studie weisen aber gleichzeitig darauf hin, dass es für eine spezielle Licht-Therapie zurzeit noch zu früh sei.

Für die Studie wurden 69 Probanden darum gebeten ihre Kopfschmerzen nach einer Skala von eins bis zehn zu beurteilen. Dabei stellte sich heraus, dass fast alle Teilnehmer bei bestimmtem Licht eine Verschlechterung der Beschwerden verzeichneten, am wenigsten jedoch bei grünem Licht.

Das Ergebnis:

  • Blaues und rotes Licht verstärkten den Schmerz um etwa zwanzig Prozent.
  • Gelbes Licht verstärkt den Schmerz um ungefähr fünfzehn Prozent.
  • Grünes Licht verstärkt den Schmerz um weniger als fünf Prozent. Bei niedriger Intensität konnte man die Kopfschmerzen sogar um fünfzehn Prozent lindern.

Würde man das schlechte Licht also zukünftig herausfiltern und nur Grün übrig lassen, könnte das eventuell ein therapeutischer Ansatz bei der Behandlung von Migräne sein. Zumindest die Empfindlichkeit gegen Licht ließe sich so abmildern.

Vielleicht hat man aber bald mit speziellen Brillen und besonderen Lichtquellen die Möglichkeit, die Migräne besser in den Griff zu bekommen. Weitere Studien sind notwendig, um die Ergebnisse zu festigen und weitere Ansätze zu finden.

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Quelle: www.focus.de

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