Kann die E-Zigarette das Nikotinpflaster ersetzen?

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Foto: ©iStock.com/Sashkinw
Jetzt gehen britische Wissenschaftler davon aus, dass auch E-Zigaretten für eine Entwöhnung von Nikotin geeignet sein können.

Nikotin-Ersatzpräparate, wie Nikotinpflaster, aber auch entsprechende Kaugummis, Lutschtabletten oder andere Produkte sind gut geeignet um Tabakraucher von Nikotin zu entwöhnen.

Jetzt gehen britische Wissenschaftler davon aus, dass auch E-Zigaretten eine solche Wirkung haben. Die Forscher des britischen Royal College of Physicians sehen jedenfalls in der elektronischen Zigarette eine sinnvolle Alternative zu diesen Produkten.

Unumstritten ist schon lange, dass die Nutzung der E-Zigarette die von Nikotin abhängigen Menschen vor der Aufnahme etlicher toxischer Substanzen und Karzinogene bewahrt. Diese gelangen nämlich durch den Tabakkonsum in den Blutkreislauf und schädigen die Gesundheit.

Aktuell wurde dazu eine Studie des University College London an 181 von Nikotin abhängigen Personen durchgeführt.

Hierfür teilte man die Probanden in fünf Gruppen:

  • Raucher, die nur Tabak-Zigaretten rauchen
  • Ehemalige Raucher, die seit mindestens sechs Monaten ausschließlich E-Zigaretten verwenden
  • Ehemalige Raucher, die seit mindestens sechs Monaten ausschließlich Nikotinersatz-Präparate verwenden
  • Raucher, die neben E-Zigaretten weiter Tabakprodukte verwenden
  • Konsumenten von Nikotinersatz-Präparaten und Tabak

Nun führten die Mediziner verschiedene Analysen durch. Dazu untersuchten sie Urin- und Speichelproben der Probanden, so ließ sich eindeutig nachweisen, dass der Verzicht auf das Rauchen von Tabak zu einem drastischen Rückgang der Karzinogene in Speichel und Urin führte. Besonders deutlich wurde dies interessanterweise in der Gruppe, die ausschließlich auf E-Zigaretten umgestiegen war. Hier war die Konzentration bestimmter Karzinogene um 97 Prozent niedriger als bei den Tabakrauchern.

Wer also vollständig auf E-Zigaretten setzt, kann mit großer Wahrscheinlichkeit das Krebsrisiko, das mit dem Tabakrauchen verbunden ist, erheblich verringern. Was dagegen bestehen bleibt ist die Sucht nach Nikotin. Alle fünf Gruppen zeigten ähnliche Konzentrationen der Abbauprodukte von Nikotin. Auch die Nikotinersatzpräparate sind somit offensichtlich nicht dazu geeignet die Sucht nach Nikotin zu beenden.

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Quelle: www.aerzteblatt.de

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4 Kommentare

  1. The first long-term study of the effects of vaping in ex-smokers found that people who switched from real to e-cigarettes had far fewer toxins and cancer-causing substances in their bodies than regular smokers.

    The researchers said the finding provided strong reassurance that vaping was safer than smoking.

    The scientists, funded by Cancer Research UK, studied a total of 181 individuals, including smokers and ex-smokers who had used e-cigarettes or nicotine- replacement therapy (NRT) products, such as patches and nasal sprays, for at least six months.

  2. Eine 62 Jährige Frau die an Diabetes,COPD,beids.Amputiert,Blind, Rheuma…….leidet und seit 1 Jahr und 3 Monaten nicht mehr Raucht und dampft bringt interessante Erkenntnisse an den Tag.
    Anfangs 12mg/ml jetzt 3mg/ml und kein Intresse mehr an Zigaretten im Gegenteil. Medikamente konnten reduziert werden oder gar abgesetzt werden sie braucht wesentlich weniger Insulin und es ist offensichtlich das die Bauchspeicheldrüse sich erholt bis zu einen gewissen Grad.
    Dieser Mensche hat seit seinen 11 Lebensjahr geraucht und war nach 4 Tagen von der Zigarette weg und hat eine neue Lebensqualität. Zum Thema Nikotin sollte sich der Arbeitskreis mal die Unterschiede zwischen gebundenen und ungebundenen Nikotin anschauen die seit 1964 bekannt sind durch einen bekannten Tabakmulti da dieser den Anteil an ungebundenen Nikotin durch Beigabe von Chemie in seinen Produkten erhöht hat in Kombi mit Zucker was als MAO Hemmer fungiert
    endsteht in dieser Kombi eine Sucht die man eigendlich nur von Drogenabhängigen kennt und das Staatlich toleriert !!!
    Also Nachsitzen BITTE und wenn Wahre Tatsachen

  3. Das Problem von Rauchern ist nicht die “Nikotinsucht” sondern die schädigende Wirkung der Inhaltsstoffe von Rauch. E-Zigaretten werden zumeist mit Nikotin konsumiert und dienen daher logischerweise nicht der “Entwöhnung von Nikotin”. Das sind Genussmittel, die Rauchern eine um Größenordnungen weniger schädliche Form des Nikotinkonsums ermöglichen.
    In Abwesenheit anderer Inhaltsstoffe von Tabakrauch erzeugt Nikotin keine Sucht (Nikotinpflasterjunkies sind ausgesprochen selten). Es hält aber vermutlich die Tabakabhängigkeit von Rauchern aufrecht, weshalb die meisten Umsteiger langfristig nikotinhaltige Liquids benutzen. Nikotin ist ein mit Coffein vergleichbar harmloses Stimulans, dessen langfristiger Konsum für gesunde Personen unproblematisch ist. Daher ist eine allfällige Abhängigkeit von Ex-Rauchern kein Grund zur Besorgnis. Außerdem berichten Umsteiger von wesentlich geringerem Suchtdruck als beim Rauchen, und viele reduzieren sukzessive ihren Nikotinbedarf.

    Rauchen wurde jahrzehntelang mit Nikotinkosum gleichgesetzt. So bezeichnen Ärzte das Rauchen in der Anamnese ihrer Patienten nach wie vor als “Nikotinabusus”. Es wird wohl noch ein Weilchen dauern bis der Unterschied zwischen der Inhalation von verbranntem Tabak und nikotinhaltigem Nebel in unseren Gehirnen angekommen sein wird.

  4. Die E-Zigarette kann nicht nur Nikonpflaster ersetzen, sie ist nachweislich besser geeignet um von Tabakprodukten weg zu kommen. Von einer “bleibenden Nikotinsucht” kann keineswegs die Rede sein. Denn es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Nikotin süchtig macht. Dies sind bei Tabakprodukten vielmehr die “Zusatzstoffe” von denen es zu tausenden gibt.

    Gäbe es eine “bleibende Nikotinsucht”, dann hätte ich gerne eine Erklärung dafür wie es sein kann, dass neben mir selbst zig andere Dampfer von Nikotin bereits komplett weg sind oder dieses zumindest ganz erheblich verringert haben?

    Diese Studie ist leider wird nichts anderes als ein weiterer aber kläglicher Beweisversuch, dass E-Zigaretten nicht 100%-ig geeignet sind.

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