Jahresarbeitsentgeltgrenze Private Krankenversicherung

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird auch als Versicherungspflichtgrenze bezeichnet. Die Jahresarbeitsentgeltgrenze steht für das jährliche Bruttoeinkommen eines Arbeitnehmers, bis zu dem in der gesetzlichen Krankenversicherung eine Versicherungspflicht besteht. Überschreitet ein Arbeitnehmer diese Jahresarbeitsentgeltgrenze, darf er sich wahlweise freiwillig gesetzlich oder privat Krankenversichern.

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Aktuelle Regelung Versicherungspflichtgrenze

Mit der Gesundheitsreform zum 01. Januar 2011 wurde der Wechsel in die private Krankenversicherung erleichtert. Zurzeit muss die Jahresarbeitsentgeltgrenze nur noch einmal überschritten sein, um den Wechsel zu erlauben. Zur Berechnung des Bruttoarbeitsentgelts werden das Arbeitsentgelt herangezogen sowie die vermögenswirksamen Leistungen und Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Hinzu kommt die pauschale Vergütung für geleistete Überstunden und Zulagen aller Art.

Was wird für die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht angerechnet?

Nicht in der Jahresarbeitsentgeltgrenze enthalten sind die Beiträge für pauschal bestimmte Direktversicherungen, Vergütungen für Überstunden, ein geleisteter Ersatz für Fahrtkosten und gezahlte Zuschläge aufgrund des Familienstandes wie zum Beispiel Kindergeld.

Jährliche Berechnung Versicherungspflichtgrenze

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze wird von der Bundesregierung jährlich neu festgelegt. Dabei werden die Bruttolöhne des Vorjahres als Basis genommen. Aus diesem Grund ändern sich regelmäßig die Zugangsmöglichkeiten zur PKV. Insgesamt wurde der Eintritt in die Private Krankenversicherung in den vergangenen Jahren insbesondere für Arbeitnehmer deutlich erleichtert. Dementsprechend können sich immer mehr Menschen in den Tarifen der PKV absichern.

Wichtige Merkmale für die Entscheidung zwischen GKV und PKV bei Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze
Für Arbeitnehmer die mit dem Gedanken spielen die gesetzliche Krankenversicherung zu verlassen, um in die private Krankenversicherung zu wechseln ist es in jedem Falle ratsam sich vorher ausreichend zu informieren. Dabei ist sorgfältig zu analysieren, ob die private Krankenversicherung das passende Versicherungssystem ist, denn in die GKV zurückkehren kann man nur unter bestimmten Bedingungen. Ein Arbeitnehmer über 55 Jahre wird meist von den gesetzlichen Kassen gar nicht mehr angenommen.

Bei der Entscheidung spielen die familiäre Situation und der gesundheitliche Zustand eine zentrale Rolle. Sie müssen vor dem Wechsel ausreichend berücksichtigt werden, denn es kann durchaus Gründe geben, die für einen Verbleib in der GKV sprechen. Andererseits gibt es auch die Möglichkeit stets eine sehr günstige private Krankenversicherung zu wählen. Zusätzliche können die PKV Tarife auch hinsichtlich der zu zahlenden Beiträge oftmals flexibel gesteuert werden. So kann die PKV Selbstbeteiligung variabel gewählt werden, wodurch sich wiederum Änderung bezüglich der Kosten ergeben.

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