Ist der Kampf gegen Alzheimer aussichtslos?

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Enttäuschende Ergebnisse bei der Suche nach einem wirksamen Medikament für Alzheimer.

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Die Forschung läuft seit Jahren auf Hochtouren: Doch die Erkenntnis, dass die Krankheit bei jedem Menschen ganz individuell verläuft, erschwert die Entwicklung eines wirksamen Medikamentes.

Alzheimer – das große Vergessen

Als Alzheimer wird eine degenerative Erkrankung des Gehirns bezeichnet. Alzheimer ist eine Form der Demenz. Typisch für den Alzheimer-Patienten ist eine fortschreitende Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten. Das hat zur Folge, dass der Patient neuropsychologische Symptome entwickelt und verhaltensauffällig wird. Es lagern sich in den Neuronen des Gehirns Plaques an, die diese Fehlsteuerungen verursachen. Eine wirksame Behandlung gibt es bis heute für Alzheimer-Patienten nicht.

Auf der Suche nach einem Heilmittel

Gerade die unterschiedlichen Verläufe der Erkrankung machen es den Wissenschaftlern besonders schwer, wirksame Medikamente zu entwickeln. Aktuell haben Forscher einen möglichen Grund für das unterschiedliche Fortschreiten der Erkrankung gefunden. Es gibt wahrscheinlich zwei vollkommen unterschiedliche Eiweiße, die sich als Plaque im Gehirn ablagern. Diese sogenannten Prionen zerstören nach und nach die Nervenzellen des Gehirns. Die neue Erkenntnis der Forscher: Die Prionen wirken ansteckend. Die krankhaften Eiweiße können ihre Eigenschaften auf Beta-Amyloide, das sind Eiweiße, die im ganz normalen Eiweißstoffwechsel entstehen, übertragen.

In Tierversuchen mit Mäusen hat sich diese Vermutung bestätigt. Ein Forscherteam von der University of California in San Francisco übertrug in genetisch veränderte Gehirne von Mäusen, die für die menschliche Form der Alzheimer-Erkrankung empfänglich sind, Prionen, die aus unterschiedlich vielen Aminosäuren bestanden. Diese Prionen verursachten jeweils unterschiedliche Ablagerungen, die Gehirne veränderten sich insgesamt krankhaft. In einem zweiten Versuch wurden Mäusen Hirnproben verstorbener Alzheimer-Patienten in das Gehirn gespritzt, die verschiedene erbliche Varianten der Krankheit aufwiesen. Jede der Maus entwickelte eine eigene Art der Symptomatik durch die Veränderungen im gesamten Gehirn.

Diese unterschiedlichen Prionen-Varianten sind der Grund für die enttäuschenden Ergebnisse bei der Suche nach dem einen wirksamen Medikament für Alzheimer. Ein Lösungsansatz ist derzeit nicht in Sicht.

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