Immer häufiger- Kurzsichtigkeit bei Kindern

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Foto: ©iStock.com/Pamela Moore
Immer mehr Kinder brauchen eine Brille. Die Genetik spielt dabei nicht die Hauptrolle.

Naturvölker kennen keine Kurzsichtigkeit. In Europa dagegen wird dieses Problem der Augen kontinuierlich größer. Immer mehr Kinder brauchen eine Brille. Die Genetik spielt dabei nicht die Hauptrolle. Vielmehr hat die Umwelt einen sehr großen Anteil an dieser ungünstigen Entwicklung. Heute wissen wir, dass unsere Augen nicht von Geburt an auf eine bestimmte Sehstärke ausgerichtet sind. Im Kindesalter justiert das Auge, mit seinen eigenen Mitteln, das gesehene Bild so lange nach, bis es scharf erscheint. Bis zum Alter von sechs Jahren funktioniert diese Technik reibungslos, eine ausgleichende Brille wird fast nie benötigt.

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Später kann es dann passieren, dass sich der Augapfel in die Länge zieht. Das bedeutet Kurzsichtigkeit. Wird das Wachstum des Augapfels in dieser Phase gebremst, ist das Ergebnis eine Weitsichtigkeit.

Dieser Effekt tritt unter anderem bei Kindern auf, die sich mit einem Buch, dem Computer oder dem Handy beschäftigen. Nimmt man den Kindern diese Art von Beschäftigung öfter einmal weg und schickt sie stattdessen nach draußen, verringert sich die Kurzsichtigkeit allmählich wieder.

Kunstlicht tut nicht gut!

Schummriges Kunstlicht, dem Kinder immer häufiger ausgesetzt sind, hat zusätzlich eine negative Wirkung auf das Sehen. Das hängt mit dem Botenstoff Dopamin zusammen, der im Gehirn bei Lichteinwirkung gebildet wird. Durch ihn stellt sich die Netzhaut auf ungünstige Lichtverhältnisse ein. Diese Erkenntnis nutzt man heute zur Licht-Therapie bei der Kurzsichtigkeit. Eine Bestrahlung an fünf Tagen für mehrere Stunden mit gleißender Neonbeleuchtung reicht aus, um die Entwicklung einer Kurzsichtigkeit aufzuhalten.

Dieses Experiment, das man an Hühnern durchführte konnte das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit um 60 Prozent verringern.

Ob man solch eine Therapie auch beim Menschen anwenden kann, wird demnächst an Affen getestet, denn Menschen- und Hühneraugen sind in ihrem Aufbau zu verschieden.

Am besten ist jedoch die Vorbeugung von Kurzsichtigkeit. Das bedeutet, dass Handy und das Buch nicht unbedingt direkt vor die Nase zu halten. Ein Abstand von etwa dreißig Zentimetern muss es unbedingt sein. Außerdem ist der regelmäßige Aufenthalt im Freien sehr wichtig und von großem Nutzen zur Prävention.

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