Hybrid-Zigarette oder E-Zigarette

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Foto: ©iStock.com/Sashkinw
Neben der E-Zigarette wird auch die Hybrid-Zigarette als „risikoreduziertes“ Produkt angeboten und beworben.

Immer mehr Menschen entscheiden sich gegen Zigaretten und für den „Dampfer“ – die sogenannte „E-Zigarette„. Die E-Zigarette, die im Jahr 2007 eingeführt wurde, hat den Tabakmarkt auf den Kopf gestellt. Heute gibt es aromatisierte Liquids, zahlreiche Arten von Verdampfern und nun auch Hybrid-Zigaretten, die – so die Experten – unbedenklicher als gewöhnliche Zigaretten sein sollen.

Die Geschichte der Hybrid-Zigarette

Es ist kaum zu glauben, dass das Unternehmen Philip Morris, wohl eher bekannt für gewöhnliche Zigaretten, die Vorreiterrolle in Sachen Hybrid-Zigaretten übernommen hat. Schon vor einigen Jahren wurde „Heatbar“ auf den Markt gebracht; dabei handelte es sich um die erste Hybrid-Zigarette, die sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Nun gibt es „iqos“, eine neue Version, die als „risikoreduziertes“ Produkt beworben wird. „iqos“ versorgt den Raucher (bzw. „Dampfer“) mit Nikotin, ist aber – so der Konzern – „weniger gesundheitsschädlich“.

Hybrid- oder E-Zigarette?

Bei der gewöhnlichen E-Zigarette, die aus einem Mundstück und einem Behälter besteht, wird das Liquid, das diverse Aromen enthalten kann, inhaliert. Zu beachten ist, dass E-Zigaretten keinen Tabak enthalten. Zieht der Verbraucher an dem Mundstück, so wird das Liquid verdampft. Der Dampf wird eingeatmet bzw. inhaliert. Hybrid-Zigaretten bestehen ebenfalls aus einem Mundstück, wobei es hier keinen Verdampfer mit Liquid gibt, sondern einen Stick, der an eine gewöhnliche Zigarette erinnert. Der größte Unterschied? Es gibt einen Filter und auch Tabak. Der Tabak wird auf bis zu 350 Grad erhitzt, verdampft und danach inhaliert. Bei normalen Zigaretten wird der Tabak erst ab 800 Grad verbrannt – eine Temperatur, die in weiterer Folge dafür sorgt, dass zahlreiche gesundheitsschädliche Stoffe freigesetzt werden.

Wie ungefährlich ist die Hybrid-Zigarette tatsächlich?

Hybrid-Zigaretten orientieren sich an den traditionellen Zigaretten. Möchte der Raucher weniger Giftstoffe als bei der herkömmlichen Zigarette inhalieren, jedoch nicht auf den klassischen Geschmack einer Zigarette verzichten, wird er wohl eher zur Hybrid-Zigarette greifen. Des Weiteren muss die Hybrid-Zigarette nicht nachgefüllt werden – der Verbraucher benötigt kein Liquid, sondern nur einen neuen Tabakstick. Problematisch ist jedoch der Umstand, dass es bisher noch nicht eindeutig geklärt ist, ob Hybrid-Zigaretten tatsächlich weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten.

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Quelle: www.onmeda.de

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2 Kommentare

  1. Die Hybrid-Zigarette ist nicht mit der E-Zigarette zu vergleichen! Im Liquid sind nur 4 Stoffe enthalten, die auch im Tabak drin sind. Es gibt Erkenntnisse, das das Verdampfen dieser 4 Stoffe weitgehend Unbedenklich ist, solange dies mit einer Temperatur unter 240 Grad geschieht. Es gibt Geräte, die die Temperatur elektronisch regeln. 150 Grad Celsius sind genug um das Liquid zu einem Aerosol zu vernebeln. Im Tabak sind neben den 4 Stoffen der Liquids noch 400 weitere, die bei Verbrennung zu unzähligen Toxinen reagieren. 70 erwiesenermaßen krebserregend. Wenn man jetzt anstatt 800 Grad „nur“ 350 Grad nimmt, dürfte sich die geringere Schädlichkeit im Gegensatz zu der E-Zigarette in Grenzen halten. Phillip Morris macht hier einen kläglichen Versuch die Kundschaft zu halten weil immer mehr Raucher aufs Dampfen umsteigen.

  2. Werden in den hybrid geräten, oder besser gesagt die „sticks“, immer noch MAO Hemmer verwendet, die die suchtwirkung bei Tabakzigaretten verstärken?
    Wenn ja,grenzt es an Taktik von den tabakmultis.

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