Höhere GKV-Pflegesachleistungen ab 2015

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Ab 2015 werden die Beträge für Sachleistungen der Pflege-Pflichtversicherung erhöht

In der gesetzlichen Pflege-Pflichtversicherung zeichnet sich ein erster Schritt zu den dringend erforderlichen Reformen ab. Ab 2015 werden die Beträge für Sachleistungen erhöht, wie die Bundesregierung vor wenigen Tagen mitteilte. Geplant ist eine im Sozialgesetzbuch XI verankerte Anpassung der Leistungen alle drei Jahre, die erstmalige Änderung greift ab 2015. Vorgesehen ist eine Anhebung um vier Prozent. Die Erhöhung der Leistungen ist an der geltenden Inflationsrate ausgerichtet. Sie soll allerdings nicht höher sein als der Anstieg der Bruttoeinkommen im gleichen Zeitraum. Leistungen, die erst zum Oktober 2012 mit dem damaligen Pflegeneuausrichtungsgesetz implementiert wurden, werden immer noch um 2,67 Prozent erhöht. Dabei ist die Entwicklung des Preisniveaus in den letzten zwei Jahren berücksichtigt. Die Steigerung der Leistungen gehört zu einem Pflegereformgesetz, das von der Regierung bereits beschlossen wurde und das in mehreren Stufen greifen wird.

Mit dieser Anhebung der Pflegesachleistungen trägt die Bundesregierung dem Umstand Rechnung, dass die Kosten für eine ambulante und eine stationäre Pflege in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Die gesetzliche Pflegeversicherung erbringt einen angemessenen Beitrag zur Deckung der anfallenden Pflegekosten, obwohl eine vollständige Übernahme nicht realistisch ist. Jede Anhebung der gesetzlichen Leistungen sorgt allerdings dafür, dass der Versicherte selbst einen geringeren Teil aus eigener Tasche zu zahlen hat oder dafür eine private Vorsorge treffen muss. Erhöhen sich nämlich die Pflegesachleistungen, entfallen auf den Versicherten selbst geringere Kosten, welche über eine private Zusatzversicherung oder über Renten und andere Einnahmen abzudecken sind. Die Erhöhung der Sachleistungen ist nur ein Teil der anstehenden Pflegereform, die die Bundesregierung in den kommenden Monaten voraussichtlich auf den Weg bringen wird. Weitere Änderungen wie Beitragssteigerungen zur Sicherung der steigenden Pflegekosten sind zu erwarten.

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