HIS-Datei

LexikonDie HIS-Datei – Das Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft – Das Hinweis- und Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft – kurz HIS-Datei genannt – ist eine Datei, welche Informationen zu Antragstellern und Versicherten enthält. Die Datei wird von der informa Insurance Risk and Fraud Prevention GmbH (IIRFP) geführt, sie ist eine Auskunftei im Sinne des Paragraphen 29 des Bundesdatenschutzgesetzes.

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1. Zweck der HIS-Datei für Versicherungsunternehmen
2. Schwarze Liste der Versicherer
3. Eintrag HIS-Datei und Ablehnung Versicherungsantrag
4. Auskunftsrecht zu den Eintragungen in der HIS-Datei

1. Zweck der HIS-Datei für Versicherungsunternehmen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft begründet die Existenz der HIS-Datei damit, dass den deutschen Versicherungsunternehmen Jahr für Jahr ein Schaden in Höhe von mehreren Milliarden Euro entsteht, welcher durch falsche, unwahre oder gar betrügerische Angaben in den Antragsdokumenten und im Schriftverkehr mit den Versicherten zu finden sind. Da neben den Gesellschaften selbst auch die ehrlichen Versicherungskunden unter solchen Vorfällen leiden und mit ihren Beiträgen letztlich für mögliche Betrügereien aufkommen müssen, scheint die HIS-Datei eine Datenbank zu sein, welche im Interesse der ehrlichen Versicherungskunden ist.

2. Schwarze Liste der Versicherer

Das erklärte Ziel der HIS-Datei ist es, Schäden durch Versicherungsbetrug zu minimieren. Aufgrund der Vielzahl der gespeicherten Informationen und bedingt durch die Konsequenzen, die ein Eintrag für den Antragsteller haben kann, wird die HIS-Datei auch als „schwarze Liste“ der Versicherungsunternehmen bezeichnet. Sie ist insbesondere für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung, einer Risikolebensversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung von Bedeutung. Falsche oder unwahre Angaben führen im gesundheitlichen Bereich schnell zu erheblichen Schäden für den Versicherer, deshalb kommt jeder Eintragung hier ein besonderer Stellenwert zu.

3. Eintrag HIS-Datei und Ablehnung Versicherungsantrag

Als Antragsteller muss man wissen, dass eine Ablehnung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung in die Datei eingetragen wird. Als Konsequenz können Versicherer bei späteren Anträgen wiederum ersehen, welche früheren Anträge nicht akzeptiert wurden. Für den Versicherten hat das die unmittelbare Folge, dass eine Ablehnung weitere Ablehnungen nach sich ziehen wird. Somit ist es letztlich nahezu unmöglich, überhaupt noch einen soliden Versicherungsschutz abschließen zu können, wenn erstmalig eine Eintragung erfolgt ist.

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4. Auskunftsrecht zu den Eintragungen in der HIS-Datei

Ob dem Sicherheitsbedürfnis der Versicherer mit diesem Vorgehen tatsächlich Rechnung getragen wird, ist sicher eine Frage, die man sehr kontrovers diskutieren kann. Als Versicherter sollte man dennoch sein Auskunftsrecht kennen, denn nach dem Paragraphen 19 des Bundesdatenschutzgesetzes darf jeder Antragsteller eine Auskunft zu den Eintragungen in der HIS-Datei einholen. Das Auskunftsrecht bezieht sich auf die zur Person gespeicherten Daten, auf die Herkunft und auf den Empfänger. Alle Anfragen sind postalisch an die IIRFP zu richten.

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