Herzinfarkt: Unbekannter Risikofaktor Gendefekt

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Erbliche Faktoren und damit die Gene können auch für einen Herzinfarkt verantwortlich sein

Nach bisheriger Meinung waren die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt eindeutiger Natur: Ungesunde und fette Ernährung, Rauchen und mangelnde Bewegung leisten der gefürchteten Erkrankung durchaus Vorschub. Nach aktuellen Ergebnissen der Herzinfarkt-Familienstudie gibt es allerdings noch einen ganz anderen Einfluss, der nicht zu unterschätzen ist: Das Infarktrisiko ist um bis zu 15 Prozent erhöht, wenn familiäre Vorbelastungen festzustellen sind.

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Ein Herzinfarkt geht meist auf eine Verengung der Herzkranzgefäße zurück. Sie versorgen das Herz mit Blut und Sauerstoff. Ist die Gefäßwand durch fette Ernährung, durch Rauchen und durch einen Mangel an Bewegung geschädigt, lagert sich das LDL-Cholesterin an. Dadurch entstehen Entzündungen, die die Innenwand der Blutgefäße schädigen. Der Organismus hilft sich zunächst selbst und repariert einen Riss der Blutgefäße mit einem Blutplättchen. Bildet sich aber ein Gerinnsel, kann das Blutgefäß vollständig verstopfen, es kommt zum Herzinfarkt.

Wie die Herzinfarkt-Familienstudie jetzt zeigt, können auch erbliche Faktoren und damit die Gene für einen Herzinfarkt verantwortlich sein. Liegt nämlich eine Mutation der Gene vor, ist ein Herzinfarkt häufiger als bei Probanden, die diesen Gendefekt nicht aufweisen. Bewiesen wurde dieser Zusammenhang an 23 Mitgliedern der Herzinfarkt-Familie, die mit Hilfe des Next-Generation-Sequencing untersucht wurden. Die Studie ergab, dass in der betroffenen Familie gleich an zwei Genen Mutationen auftraten, die das Herzinfarktrisiko verstärken. Der Gendefekt sorgt für eine schnellere Bildung von Gerinnseln, die die Blutgefäße verstopfen.

Zwar gehen Mediziner davon aus, dass dieser Defekt mit Medikamenten zu behandeln ist, sofern die Existenz bei einem Patienten bekannt ist. Unklar ist aber, ob gesunde Ernährung, Sport und der Verzicht auf das Rauchen dazu beitragen, das Risiko einer Erkrankung zu minimieren. Wer sich etwas Gutes tun möchte und ein gehäuftes Auftreten von Herzerkrankungen in der Familie beobachtet, ist gut beraten, die Gesundheit mit einer ausgewogenen Ernährung, mit etwas Sport und ohne Zigaretten auf einem hohen Niveau zu halten.

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