Helfen Erdbeeren im Kampf gegen Alzheimer


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Fisetin, ein Flavonoid, das in Früchten, besonders in Erdbeeren, vorkommt, scheint eine Verlangsamung des Alterungsprozesses zu unterstützen.

Erdbeeren enthalten Inhaltsstoffe, die Alzheimer entgegenwirken könnten.

Wenn sich Alzheimer entwickelt sind mehrere Faktoren dafür verantwortlich. Da sind sich die Wissenschaftler inzwischen fast alle einig. Bei der Entstehung dieser schweren Erkrankung spielen sowohl Umweltfaktoren, aber auch genetische und natürliche Prozesse der Zellalterung eine Rolle.

Gäbe es etwas, das diesen Vorgängen entgegenwirken würde, könnte man Alzheimer bereits schon im Ansatz behandeln.

Fisetin, ein Flavonoid, das in Früchten, besonders in Erdbeeren, vorkommt, scheint eine Verlangsamung des Alterungsprozesses zu unterstützen. Daher untersuchten Forscher diese Substanz anhand einer Studie, die sie mit Tieren durchführten. Die von ihnen ausgewählten Mäuse werden wegen eines genetischen Schadens schneller alt als normale Nager. Sie entwickeln daher bereits nach zehn Monaten Lebensdauer eine Form von Alzheimer.

Die Wissenschaftler teilten diese, gerade geborenen, Mäuse in zwei Gruppen. Der ersten Gruppe wurde nach zwölf Wochen Lebensdauer regelmäßig Fisetin zugefüttert, die anderen Tiere erhielten ganz normales Futter. Dies wurde bis zum zehnten Lebensmonat so beibehalten.

Während der gesamten Dauer der Untersuchungen wurden in regelmäßigen Abständen der kognitive und auch der physische Zustand der Mäuse begutachtet. Gleichzeitig bestimmte man Marker, die Stress und Entzündungen anzeigten.

Nach zehn Monaten wurde deutlich, dass die Gabe von Fisetin die kognitiven Fähigkeiten der Tiere extrem verbesserte, aber auch Stress und Entzündungen bei der ersten Gruppe längst nicht so häufig auftraten.

Die Tiere der ersten Gruppe befanden sich in einem Gesundheitszustand wie Mäuse die erst drei Monate alt sind. Die Tiere, die kein Fisetin erhielten zeigten jedoch einen Alterungsprozess der einem Nager von zwei Jahren entspricht.

OB dieser positive Effekt, der durch die Gabe von Fisetin ausgelöst wurde, auch beim Menschen eintreten kann, muss allerdings erst durch weitere Studien bewiesen werden.

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Quelle: www.aerzteblatt.de

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