Harte Kritik an PKV-Notlagentarif

Schwarze ZahlenErst vor wenigen Tagen zeichnete sich eine Einigung in der Diskussion um reduzierte Zinszahlungen für säumige Beitragszahler in der Gesetzlichen Krankenversicherung und um die Einführung eines günstigen Notlagentarifs in der privaten Krankenversicherung ab (Wir berichteten: Neue Maßnahmen gegen Beitragsschulden von Krankenversicherten; 19. April 2013). Während die GKV ausstehende Beitragszahlungen zukünftig nur noch mit 12 Prozent Zinsen pro Jahr belasten wollte, soll die PKV mit einem Beitrag von 100 Euro im Monat und einer medizinischen Versorgung im Notfall zwar der Versicherungspflicht Genüge tun, soll aber gleichzeitig den Aufbau von weiteren Schulden verhindern.

Für beide Krankenversicherungssysteme schien damit eine solide Lösung gefunden, einerseits der gesetzlichen Versicherungspflicht in der Krankenversicherung zu entsprechen, andererseits aber auch eine maßlose Verschuldung der Versicherten zu verhindern. Jetzt allerdings wird harte Kritik an diesen geplanten Änderungen laut, die insbesondere aus der linken Opposition im Bundestag kommt. Einmal mehr steht dabei die private Krankenversicherung im Fokus, denn mit der Einführung eines Notlagentarifs könnten keine Rücklagen aufgebaut werden, die die Beiträge im Alter konstant halten. Vielmehr werde damit ein ungedeckter Scheck für die Zukunft ausgestellt, der am Ende vom Steuerzahler und von den gesetzlich Versicherten zu zahlen sei. Angesichts solcher Kritik bleibt zu bedenken, dass die PKV auch zum beliebten Thema und zum Spielball im Wahlkampf wird. Ein objektives Urteil scheint damit unmöglich.

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