Handelsblatt als Retter der Versicherten?

Mit dem öffentlichkeitswirksamen Titel „So überlisten Versicherer ihre Kunden“ sorgte Handelsblatt online in der letzten Woche für erneute Verunsicherung der privat Versicherten. Mit einem plakativen Artikel will das Online-Magazin privat Krankenversicherte über die üblen Machenschaften der Versicherungsgesellschaften aufklären.

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Hinhaltetaktiken und Verschleierungsmethoden in der PKV?

Von Hinhaltetaktiken, Verschleierungsmethoden und hemmungslosem Zulangen ist die Rede, der privat Versicherte wird als der Dumme bezeichnet, der in die eigene Tasche greifen müsste, ohne dies zu merken. Schließlich wird gar über den Kampf um das politische Überleben der privaten Krankenversicherer gesprochen, die auf der Suche nach Erfolgsmeldungen alle Register ziehen, und auch von erneut horrenden Beitragserhöhungen im Jahr 2013 ist die Rede.

Ungeachtet der drastischen Wortwahl zeigt der Bericht bei näherem Hinsehen, dass hier offenbar doch sauber recherchiert wurde. So werden offizielle Zahlen und Fallbeispiele der etablierten Ratingagenturen Morgen und Morgen, Franke und Bornberg und aus dem map-Report zu Rate gezogen. Auch ein großer deutscher Maklerpool wird zitiert, der kürzlich eine neue Variante der Beitragserhöhung einer deutschen Krankenversicherung aufdeckte. Insgesamt erscheint der Artikel sauber analysiert, doch eine objektivere Wortwahl wäre im Interesse der privat Versicherten durchaus wünschenswert.

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