Gothaer: Neue Studie belegt nötige Pflegeplanung

ältere herren sitzen auf der bank
Foto: ©iStock.com/Yuri
Die Ergebnisse der Studie zeigen wie wichtig eine frühzeitige Pflegeplanung ist.

Eine aktuelle Studie der Gothaer zur Ruhestandsplanung der Deutschen brachte es ans Licht: Die meisten Deutschen gehen wohl davon aus, im Alter genügend Geld zum Leben zu haben. Sorgen zur finanziellen Lage gibt es also eher selten, man freut sich vielmehr auf die zusätzliche Zeit für die Familie, für die Freizeit und für Hobbys. Überraschend sind aber die Punkte, bei denen Handlungsbedarf besteht. Die Pflege im Alter gehört eindeutig dazu.

Über 85 Prozent der befragten Deutschen ab 45 Jahren mit einem mittleren bis gehobenen Einkommen freuen sich darauf, in absehbarer Zeit in Rente zu gehen. Über 85 Prozent möchten dann mehr Zeit mit der Familie und mit Freunden verbringen, 84 Prozent wollen ihre Freizeit und Hobbys genießen, 75 Prozent wollen vermehrt auf Reisen gehen. Doch nur fünf Prozent blicken mit Sorge auf die Zeit nach der Berufstätigkeit, wie die Ruhestandsstudie der Gothaer jetzt ermittelte.

Das sind grundsätzlich erfreuliche Tendenzen. Über 90 Prozent der Befragten gehen davon aus, trotz des dann geringeren Einkommens mit ihrem Vermögen und den laufenden Einnahmen finanziell gut aufgestellt zu sein. Doch das Pflegerisiko erweist sich als ein Punkt, bei dem Handlungsbedarf besteht. Am liebsten möchten 85 Prozent der Befragten so lange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung leben. Doch immerhin 46 Prozent können sich auch vorstellen, in einer Senioren-WG zu leben. Vor allem die weiblichen Befragten sehen darin Vorteile, während 40 Prozent der Männer lieber in einer Wohnanlage für Senioren leben möchten. Rund 67 Prozent der Befragten glauben, rund 30.000 Euro für die Pflege aus ihrem eigenen Vermögen aufbringen zu können. Doch immer noch 33 Prozent der Teilnehmer sind mit Pflegekosten in dieser Höhe aller Voraussicht nach überfordert. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine frühzeitige Pflegeplanung ist, denn letztlich wurden hier Teilnehmer mit einem gehobenen Einkommen befragt. In den unteren Einkommensgruppen dürften sich andere Ergebnisse zeigen.

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