GKV: Krankenhausbehandlungen weiter gefragt

studie-auswertung
Foto: ©iStock.com/kivoart
Steigende Zahlen von Behandlungen bei immer kürzerer Aufenthaltsdauer – so könnte man das Ergebnis des Krankenhausreports 2015 mit wenigen Worten zusammenfassen.

Nach einer aktuellen Untersuchung der Barmer GEK stehen Krankenhausaufenthalte bei den Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen offenbar hoch im Kurs. Die Analyse zeigt, dass die Versicherten sich immer häufiger einer stationären Behandlung unterziehen, dass der Aufenthalt im Krankenhaus aber gleichzeitig kürzer wird. Das zumindest zeigt der „Krankenhausreport 2015“, den die Barmer GEK jetzt veröffentlicht hat. Eine Behandlung hat im Jahr 2014 übrigens rund 3.890 Euro durchschnittlich gekostet. Dabei waren die Behandlungen für Frauen etwas günstiger als die Aufenthalte der Männer. In Thüringen fiel auf, dass besonders männliche Versicherte häufig stationär behandelt werden mussten.

Steigende Zahlen von Behandlungen bei immer kürzerer Aufenthaltsdauer – so könnte man das Ergebnis des Krankenhausreports 2015 mit wenigen Worten zusammenfassen. Die Barmer GEK hat dazu die Daten von 8,6 Millionen Versicherten aus dem eigenen Haus aus dem Jahr 2014 ausgewertet. Knapp acht Tage war die durchschnittliche Verweildauer, sie ging damit leicht zurück. Bemerkenswert ist, dass es in Thüringen besonders viele Krankenhausfälle gab. In Nordrhein-Westfalen ist das Tagesvolumen besonders hoch. In Baden-Württemberg gehen dagegen nur wenige Menschen ins Krankenhaus, auch die Aufenthaltsdauer ist kürzer. In Berlin, Bremen und Hamburg sind ebenfalls weniger Krankenhausfälle zu verzeichnen als in Thüringen.

Interessant ist, dass die Zahl der Krankenhausfälle aufgrund von Rückenleiden weiter ansteigend ist. Seit 2006 ist ein ständiger Anstieg dieser Zahlen zu vermelden. Von 415.000 Fällen im Jahr 2014 wurden allerdings 140.000 Patienten nicht operiert und auch nicht mit einer Schmerztherapie behandelt. Bei ihnen wurden lediglich diagnostische Maßnahmen angewandt, die ambulant nicht durchzuführen sind. Die Barmer kritisiert diese Entwicklung, nach ihrer Meinung müssten gerade Rückenpatienten im Krankenhaus auch behandelt werden, um unnötige Klinikaufenthalte letztlich sogar zu vermeiden. Auffallend ist weiterhin ein starker Anstieg von psychischen Erkrankungen, die zunehmend stationär behandelt werden. Die Zufriedenheitswerte der Patienten sind über alle Krankheitsbilder hinweg rückläufig, wie der Bericht ebenfalls belegt.

Mehr zum Thema

ebenfalls interessant ....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.