GKV: Keine Besserung bei Krankenhausrechnungen

schreibtisch-arbeitDie Hälfte aller Krankenhausrechnungen sollen falsch ausgestellt sein laut des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen – Schon im Jahr 2012 wurden von den gesetzlichen Krankenkassen 11 Prozent aller Krankenhausrechnungen überprüft und mit Mängeln zurückgewiesen. Der potenzielle Schaden hätte im Milliardenbereich liegen können, obwohl die Deutsche Krankenhausgesellschaft die Anschuldigungen des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen zurück weist. Jetzt allerdings erhöht der Spitzenverband seine Zahlen und spricht von rund 50 Prozent der Krankenhausrechnungen, die fehlerhaft ausgestellt seien.

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Häufig Streitfälle als Grund für falsche Krankenhausabrechnungen

Zwar geht man nicht in jedem Fall von einem versuchten Betrug aus, denn weitaus häufiger geht es um sogenannte Streitfälle, die im Interesse der Krankenhäuser berechnet wurden. Der GKV-Spitzenverband bemängelt allerdings, dass es bei fehlerhaften Rechnungen keinerlei Sanktionen gibt, lediglich der Fehlbetrag muss an die Kasse zurückgezahlt werden. Liegt aber kein Fehler vor, muss die Krankenkasse pauschal einen Betrag von 300 Euro zahlen, wodurch die Krankenhäuser in der aktuellen Situation ein risikoloses und lukratives Geschäft machen. Änderungen könnten wiederum nur von politischer Seite beschlossen werden. Vor allem für Privatpatienten stellt sich die dringende Frage, wie häufig Leistungen an die privaten Kassen falsch abgerechnet wurden. Das Potenzial dürfte im Vergleich zu den Falschabrechnungen bei den gesetzlichen Kassen kaum geringer sein.

Das Problem indes ist nicht neu. Wir berichteten bereits im Sommer 2011 (Falsche Krankenhausabrechnungen kosten Milliarden) über die hohe Anzahl potentiell falscher Krankenhausabrechnungen. Damals wurden vom Verband bereits 45 Prozent der Krankenhausabrechnungen als falsch bzw. nicht korrekt genannt.

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