GKV: Hohe Beitragsanpassungen erwartet

studie-auswertung
Foto: ©iStock.com/kivoart
Derzeit spricht man von etwa 24 Millionen gesetzlich Versicherten, die mit höheren Kosten für ihren Versicherungsschutz kalkulieren müssen.

Geht es nach aktuellen Medienberichten, müssen rund 30 Prozent der gesetzlich Versicherten zum Jahreswechsel mit enormen Beitragssteigerungen rechnen. Angeblich sind vor allem Versicherte von großen Krankenkassen betroffen. Derzeit spricht man von etwa 24 Millionen gesetzlich Versicherten, die laut einem Bericht des Handelsblatts mit höheren Kosten für ihren Versicherungsschutz kalkulieren müssen. Greifen soll die Erhebung zum Jahresbeginn 2016, sie spiegelt sich vor allem in einem deutlich gestiegenen Zusatzbeitrag. Er soll höher liegen als der vom Gesundheitsministerium vorhergesagte Wert von 1,1 Prozent des Bruttogehalts.

Die Quelle des Berichts sind offenbar Modellrechnungen aus den Finanzabteilungen von mehreren großen Krankenkassen. Der Bericht nennt die Ersatzkassen DAK, Barmer GEK und KKH, aber auch die AOK-Rheinland/Hamburg und die hessische AOK. Unter den Betriebskrankenkassen wurden die Deutsche BKK, die Novitas BKK und die Viactiv genannt. Allerdings weist der Bericht auch darauf hin, dass die offiziellen Entscheidungen der Verwaltungsräte der Krankenkassen erst im Dezember fallen werden und auch dann erst veröffentlicht werden. Ebenso werden derzeit noch keine konkreten Zahlen genannt, die darauf schließen lassen, wie hoch die Anhebungen tatsächlich sein könnten.
Noch vor wenigen Wochen hatte das Gesundheitsministerium lediglich einen Anstieg des Zusatzbeitrags von 0,9 Prozent auf 1,1 Prozent erwartet. Auch einen Anstieg des Kassenbeitrags um 0,2 Prozent auf nun 15,7 Prozent war angekündigt worden. Der Zusatzbeitrag muss vom Arbeitnehmer allein gezahlt werden, eine Beteiligung des Arbeitgebers gibt es nicht.

Insgesamt bleibt wohl abzuwarten, ob diese enorme Beitragssteigerung für gesetzlich Versicherte wirklich eintritt. Nicht selten wird hier frühzeitig für Unruhe unter den Versicherten gesorgt, um das Versicherungssystem in ein schlechtes Licht zu rücken. Ob es dann so weit kommt, bleibt sicher abzuwarten. Auffallend ist allerdings, dass offenbar mehrere Kassen mit ähnlichen Beispielrechnungen aufwarten. Das lässt darauf schließen, dass sich die Medienberichte am Ende doch bestätigen könnten.

Mehr zum Thema

Teilen
Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

ebenfalls interessant ....

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>