Gesundheitsminister: PKV muss erhalten bleiben

Anbieter KrankenversicherungWenige Monate vor der Bundestagswahl hat sich der Bundesgesundheitsminister kürzlich im Rahmen der 10. Berliner Gespräche zum Gesundheitsrecht erneut für die Erhaltung der privaten Krankenversicherung ausgesprochen, berichtet das Ärzteblatt. So stellte er dann auch die fast rhetorisch anmutende Frage, wie sinnvoll es sei, ein System zu hinterfragen, dass angesichts des demografischen Wandels auf dem Aufbau von Altersrückstellungen basiert.

Im Gegensatz dazu könnte das Umlageverfahren der GKV zu einer Verschärfung der Finanzierungsprobleme führen, die von kommenden Generationen zu lösen seien, argumentierte der Minister weiter. Außerdem würde die Gesetzliche Krankenversicherung letztlich sogar von der PKV subventioniert, denn schnelle Arzttermine und geringe Wartezeiten für einen Arztbesuch seien auch für GKV-Versicherte möglich, damit die Versicherten nicht in die Private abwandern. Damit verbessert die Konkurrenz zwischen PKV und GKV letztlich sogar die Leistungen für die gesetzlich Versicherten, während eine Einheitsversicherung genau diesen Effekt nicht bringen könnte.

Vor diesem Hintergrund forderte der Minister dann auch verstärkte Wettbewerbsbedingungen und ein stärkeres Eingreifen des Kartellrechts in der Krankenversicherung. Eine entsprechende Gesetzesnovelle sei derzeit in der Abstimmung, ein Ergebnis sei aber noch nicht zu prognostizieren, argumentierte der Minister. PKV-Versicherte dürfen also gespannt sein, welche Änderungen in den nächsten Monaten angesichts des anstehenden Wahlkampfes noch zu erwarten sind.

[KV Vergleich]

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