Gesundheitskarten mit Datenschutzlücken

Es ist ein Projekt, das von den gesetzlich Versicherten seit längerer Zeit verfolgt wird: Die lange erwarteten Gesundheitskarten wurden mit großer Verzögerung von den ersten 55 Krankenkassen an die Versicherten versandt. Doch kaum sind die Karten bei den Versicherten eingegangen, gibt es erste Warnungen der Kassen, die einen Aufschrei der Datenschützer verursachten, sind doch die elektronischen Gesundheitskarten nicht mit einer PIN-Nummer ausgestattet.

Bundesgesundheitsministerium fordert Austausch der Karten
Glaubt man dem Spitzenverband der Kassen, besteht kein Sicherheitsrisiko, die Gefahr des Datenklaus sei nicht gegeben. Allerdings sollten die Karten erst zum Beginn des Online-Betriebs Ende 2013 ausgetauscht werden, denn die PIN-Nummer werde erst dann notwendig. Ganz anders bewertet das Bundesgesundheitsministerium den Fall, dort fordert man den zügigen Austausch der defekten Karten.

Klage gegen Gesundheitskarte

Mit Spannung erwartet wird außerdem ein Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf, dort wird am 28. Juni die Klage eines Versicherten verhandelt, der seinen Datenschutz durch die Einführung der Karte massiv gefährdet sieht. Versicherte in der PKV sind von der Thematik erst einmal nicht betroffen, doch auch sie haben ihre persönlichen Daten auf Versicherungskarten gespeichert. Allerdings geht es hier nicht um Krankheits- und Behandlungsdaten als vielmehr um die nötigen Angaben zum Versicherungsvertragsverhältnis.

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