Was ist Fibromyalgie

Was ist Fibromyalgie
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Was ist Fibromyalgie: Unter Fibromyalgie bezeichnet der Mediziner eine chronische Erkrankung, welche sich durch Schmerzen im Bindegewebe sowie der Muskulatur bemerkbar macht. Betroffene der fühlen sich abgeschlagen, müde bzw. verursacht die Fibromyalgie grippeähnliche Symptome. Die Ursache, weshalb Fibromyalgie ausbricht, ist bislang noch ungeklärt.

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Was ist Fibromyalgie – Welche Symptome können bei Fibromyalgie auftreten?

Charakteristische Symptome bei Fibromyalgie sind – zumindest – dreimonatige Schmerzen im Achsenskelett; das bedeutet vorwiegend im Brustkorb (Vorderseite) sowie auch auf den rechten bzw. linken Körperhälften, wobei die Patienten vorwiegend unter Schmerzen unterhalb sowie oberhalb der Taille klagen. Weitere Fibromyalgie-Symptome sind Schlafstörungen bzw. ein wenig erholsamer Schlaf, dauernde Müdigkeit und ein permanenter Erschöpfungszustand. Viele Patienten fühlen sich im Endeffekt dauerhaft krank. Auch ein morgendliches „Steifheitsgefühl“, das rund 15 Minuten lang nach dem Aufstehen besteht, kalte Finger bzw. kalte Füße, Schwindel, trockener Mund und übermäßiges Schwitzen sind auch klassische Symptome der Fibromyalgie. Weitere mögliche Beschwerden bei der Frage „Was ist Fibromyalgie“ sind Depressionen, Migräne, Verdauungsbeschwerden sowie auch Bauchkrämpfe, Empfindungsstörungen am Körper (sogenannte Parästhesien) oder auch Atem- als auch Herzbeschwerden.

Was ist Fibromyalgie – Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Beschwerden

Bisher gibt es keine ursachenbekämpfende Therapie für die Fibromyalgie, da die Mediziner noch keine Antwort gefunden haben, aus welchen Gründen die Erkrankung ausgelöst wird. Aus diesem Grund werden vorwiegend Symptome und Begleiterkrankungen behandelt, wobei die Therapie – je nach Schweregrad des Patienten – individuell angepasst werden muss. Auf Grund der Tatsache, dass die Fibromyalgie eine chronische Erkrankung ist, muss sich der Patient auf einen relativ langen Behandlungsverlauf einstellen. Das Ziel der Therapie besteht darin, dass nicht nur die Lebensqualität verbessert wird, sondern auch dahingehend, die psychische Gesundheit und körperliche Fitness zu steigern. Aus diesem Grund ist es ratsam, folgende Übungen und Behandlungen durchzuführen:

  • Etwaige Entspannungstechniken (Tai-Chi, Yoga oder Qi Gong) sowie Ausdauer- sowie Krafttraining.
  • In weiterer Folge verordnet der Mediziner natürlich auch Medikamente, die einerseits den Schlaf und andererseits den Antrieb fördern und auch schmerzlindernd wirken.
  • Auch krampflösende Medikamente (wie etwa Pregabalin) können, wenn der Patient unter starken Bauch- oder Regelschmerzen leidet, verabreicht werden.
  • Liegt eine schwere Ausprägung von Fibromyalgie vor, können auch Kombinationen aus verschiedenen Behandlungen möglich sein. Der Patient wird – für mehrere Wochen – stationär in einem Krankenhaus aufgenommen, wobei jener Aufenthalt gleichzeitig eine Rehabilitation darstellen kann, sodass ein multimodaler Behandlungsplan eingesetzt werden kann. Wichtig ist, dass der Betroffene selbst aktiv gegen die Fibromyalgie vorgeht; aus diesem Grund sind oftmals Bewegungstherapien wirksamer als etwaige Medikamente. Der Patient muss sich klar definierte Ziele setzen, damit er nicht nur lernt, mit der Fibromyalgie zu leben, sondern auch eine klare Verbesserungen seiner Lebensqualität erzielen kann.

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Fibromyalgie und Ernährung – Beeinflusst der Speiseplan den Krankheitsverlauf?

Im Rahmen der Ernährung gab es bereits erste Hinweis bei der Fibromyalgie, dass vor allem Kost, welche auf einer pflanzlichen Basis beruht (somit hauptsächlich eine vegane Ernährung), eine deutliche Verbesserung mit sich bringt. So hatten Patienten, welche sich vorwiegend vegan ernährten, deutlich mehr antioxidative Substanzen im Blut. Die Beschwerden gingen zurück, die Lebensqualität stieg an. Bislang gibt es aber noch keine umfangreiche Datengrundlage, damit jene Entwicklung auch tatsächlich bei Fibromyalgie bestätigt werden kann.

Verschiedene Experten raten zu einer Mischkost. So sollten – pro Tag – rund fünf Portionen Obst oder Gemüse gegessen werden. Fleisch, Fett und Zucker nur in Maßen; dies deshalb, da Fleisch vor allem reich an Arachidonsäure ist. Die Arachidonsäure fördert Entzündungsprozesse, sodass der Krankheitsverlauf der Fibromyalgie negativ beeinflusst werden kann. Damit der Proteinbedarf jedoch weiterhin gedeckt wird, sollten Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Soja konsumiert werden.

Schokolade, Kaffee und Alkohol verstärken die muskuläre Unruhe und sollten daher nur sehr selten konsumiert werden.Damit die Muskelfunktion verbessert wird, können Fibromyalgie-Patienten auch Magnesium einnehmen. Magnesium lindert den Muskelschmerz. Vollkornprodukte, Sonnenblumenkerne sowie Nüsse sind Magnesiumlieferanten, wobei auch eine Einnahme von Magnesium-Tabletten empfehlenswert sein kann.

Eine Statistik hat des Weiteren aufgezeigt, dass Personen, welche unter Fibromyalgie leiden, öfter übergewichtig sind. Die Gewichtsreduktion kann ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Bislang gibt es aber keinen Zusammenhang, dass Übergewicht mitunter Fibromyalgie auslösen kann bzw. die chronische Erkrankung begünstigt.

Was ist Fibromyalgie – Nur wenige Patienten werden tatsächlich in Rente geschickt

Wer an Fibromyalgie erkrankt ist, hat leider nur sehr geringe Chance, dass er in Rente gehen kann. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass 90 Prozent aller Personen, die einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt haben, abgelehnt wurden. Dies deshalb, da Fibromyalgie – auf Grund ärztlicher Befunde – nicht tatsächlich festgestellt werden kann. Denn alle bildgebenden Verfahren, alle Laborwerte und alle weiteren Untersuchungen lassen nicht darauf schließen, dass der Patient tatsächlich unter Fibromyalgie leidet, sodass es nicht nachweisbar ist, dass die Beeinträchtigungen tatsächlich real sind.

Wer einen positiven Bescheid möchte, muss daher nicht nur die starken Beeinträchtigungen, die auf Grund der Fibromyalgie entstehen, sondern auch den Leidensdruck, nachweisen. Dies gelingt jedoch nur dann, wenn nachgewiesen werden kann, dass etwaige Therapiemöglichkeiten ohne Erfolg geblieben sind. Wer also verschiedene Therapien wahrgenommen hat (Hausarzt, Schmerztherapeut, Psychologe sowie Orthopäde) und nachvollziehbar belegen kann, dass die Beeinträchtigungen anhalten und somit eine Arbeitsunfähigkeit gegeben ist, kann durchaus bessere Chancen haben, bei Fibromyalgie in Rente zu gehen.

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