Prostatahyperplasie (Prostatavergrößerung)

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Die Prostatahyperplasie wird auch als Prostatavergrößerung bezeichnet. Sie äußert sich durch Beschwerden beim Wasserlassen. Die gutartige Vergrößerung der Prostata kann die Harnröhre einengen, dann bleibt beim Wasserlassen ein Rest an Harn in der Blase zurück. Ab dem 75. Lebensjahr haben fast alle Männer eine gutartige Vergrößerung der Prostata, doch sie allein ist noch keine Krankheit. Vergrößert sich allerdings der Teil der Prostata, der die Harnröhre umgibt, kann es zu Beschwerden beim Wasserlassen kommen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen der Prostatavergrößerung sind bis heute nicht völlig bekannt. Man geht davon aus, dass Hormone eine Rolle spielen. So gibt es Hinweise darauf, dass das Dihydrotestosteron als eine Form des männlichen Sexualhormons Testosteron an der Entstehung beteiligt ist. Auch eine familiäre Veranlagung ist gegeben, denn gibt es Fälle der Prostatavergrößerung in der Familie, potenziert sich das Risiko, daran zu erkranken. Erforscht wird derzeit, ob die Ernährung einen Einfluss auf die Erkrankung hat, spezielle Regeln lassen sich daraus aber bisher noch nicht ableiten. Bakterielle Ursachen liegen offenbar nicht vor, eine entzündliche Veränderung der Prostata besteht dennoch. Deshalb können auch Fehlfunktionen des Immunsystems zu dieser Erkrankung führen.

Symptome und Auswirkungen

Die Schwierigkeiten beim Wasserlassen gehören zu den wichtigsten Symptomen. Auch häufiges und nächtliches Wasserlassen sowie starker Harndrang sind Anzeichen. Die betroffenen Männer haben Schwierigkeiten, dass Wasserlassen zu beginnen, und es dauert länger als üblich. Auch ein Nachtropfen von Urin ist möglich. Häufig benötigt man mehrere Versuche, um die Blase vollständig zu leeren, und es bleibt ein Gefühl von Restharn in der Blase.