Lungenentzündung

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Die Lungenentzündung zählt zu den sogenannten Volkskrankheiten, pro Jahr erkranken in Deutschland nach Schätzungen rund 500.000 Menschen daran. Rund 30 Prozent müssen stationär behandelt werden, damit liegt der Anteil der Patienten mit einer Lungenentzündung höher als die Zahl der Patienten mit einem Herzinfarkt oder mit einem Schlaganfall.

Ursachen und Risikofaktoren

Die häufigste Ursache einer Lungenentzündung sind Infektionen. Allerdings können auch eingeatmete Gase und Stäube eine Entzündung auslösen, und selbst Strahlen sind als Ursache bekannt. Gravierende Durchblutungsstörungen in bestimmten Lungenabschnitten oder ein Fremdkörper sowie ein Tumor können ebenso eine Entzündung der Lunge begünstigen. Wenn Nahrungsbrei, Magensäure oder Mageninhalt in die Luftröhre oder in die Lunge gerät, bilden sie die Basis für eine Infektion oder für eine direkte Schädigung des Lungengewebes. Der häufigste Erreger sind aber Infekte, die durch Niesen, Husten oder eine einfache Tröpfcheninfektion begünstigt werden. Mediziner sprechen dann von einer ambulant erworbenen Lungenentzündung, während die stationär erworbene Lungenentzündung im Krankenhaus entsteht. Sie ist anders zu behandeln, weil sich die Erreger im ambulanten Bereich von den Erregern im Krankenhausumfeld unterscheiden.

Symptome und Auswirkungen

Typische Anzeichen für eine Lungenentzündung sind Husten und Fieber, doch auch eine Entzündung des Brustfells, eine Eiteransammlung in der Lunge oder andere Komplikationen können entstehen und die Heilung verlangsamen. Eine bakterielle Lungenentzündung zeigt sich schnell durch Schüttelfrost und Fieber, hinzu kommt allgemeine Schwäche und Müdigkeit. Der Pulsschlag ist erhöht, weil der Körper versucht, die verringerte Sauerstoffaufnahme auszugleichen. Husten mit Auswurf deutet ebenfalls auf eine Lungenentzündung hin.