Herpes

fragezeichen-medizin-arzt

Lippenherpes sind kleine schmerzhafte Blasen auf der Lippe. Die juckenden, schmerzenden oder nässenden Bläschen werden durch den Herpes-Simplex-Virus Typ 1 verursacht. Rund 90 Prozent der Erwachsenen haben Antikörper gegen diesen Virus im Blut, sie sind also bereits damit in Kontakt gekommen. Die erste Infektion verläuft häufig unbemerkt und findet schon im frühen Kindesalter statt. Zwischen 70 und 80 Prozent der Bevölkerung trägt den Virus in sich, ohne dass er jemals zum Ausbruch kommt.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursache für Lippenherpes ist eine Infektion mit Viren, die über Speichel oder über Hautkontakt durch Tröpfcheninfektion, durch Schmierinfektion oder durch direkte Hautkontakte übertragen werden. Die empfindliche Lippenhaut ist sehr anfällig für Infektionen, deshalb kann das Virus immer wieder aktiv werden. Ist die körpereigene Immunabwehr geschwächt, hat der Virus ein leichtes Spiel. Häufige Auslöser sind Infektionskrankheiten oder Fieber, Sonneneinstrahlung, Stress, Übermüdung und psychische Belastungen und hormonelle Umstellungen. Der aktivierte Virus wandert entlang der Nervenbahnen von den Nervenzellen zur Hautoberfläche, dort beginnt die Bläschenbildung. Mit zunehmendem Alter tritt eine Erkrankung seltener auf.

Symptome und Auswirkungen

Zu den ersten Symptomen gehören eine besondere Empfindlichkeit der betroffenen Stelle, ein leichtes Brennen, Kribbeln oder Spannungsgefühl. Der Ausbruch ist dann noch mit einem antiviralen Mittel in Form von Salben zu stoppen. Bemerkt man die Symptome nicht und behandelt man sie nicht sofort, kommt der Virus zum Ausbruch. Die Bläschen füllen sich mit einer hellen Flüssigkeit, nach einigen Tagen verkrusten sie zu einer gelblichen Wunde. Sie heilt innerhalb von rund 14 Tagen ab.