Durchfall

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Durchfall (Diarrhö) kann akut und chronisch verlaufen. Die Ursachen und Symptome sind dann ebenso unterschiedlich wie die Behandlung. Immer aber spricht man von Durchfall, wenn der Stuhlgang bei Erwachsenen mehr als dreimal am Tag auftritt und wenn die Menge vermehrt oder dünn ist. Durchfall wird also durch die Frequenz und die Beschaffenheit des Stuhls bestimmt. Beide sind bei jedem Menschen unterschiedlich, dünner Stuhlgang allein ist noch kein Zeichen für Durchfall. Während ein Magen-Darm-Infekt mit Erbrechen meist noch schnell ausgestanden ist, verliert der Körper bei starkem Durchfall an Wasser, Salzen und Verdauungssäften. Dann besteht die Gefahr der Austrocknung, die besonders bei älteren Patienten oder bei Kindern lebensbedrohlich sein kann.

Ursachen und Risikofaktoren

Akuter Durchfall tritt häufig als eine Infektion auf, die auch nach einer Auslandsreise vorkommen kann. Viren, Bakterien und Parasiten sind dann die Auslöser, seltener tritt eine Lebensmittelvergiftung auf. Salmonellen sind weltweit verbreitet, sie befallen vorrangig Kinder, aber auch Erwachsene. Die wichtigsten Ursachen sind rohe oder nicht durchgegarte Speisen, Eier, Rohmilch oder Eis, doch selbst einwandfreie Lebensmittel können verunreinigt werden. Chronischer Durchfall muss genau diagnostiziert werden, denn wer länger als drei Wochen an einer Erkrankung leidet, gefährdet den gesamten Organismus nachhaltig.

Symptome und Auswirkungen

Die Symptome einer Durchfallerkrankung sind meist sehr ähnlich. Der Durchfall ist akut mit wässriger Konsistenz, manchmal kann Schleim hinzukommen, auch Bauchschmerzen und Fieber sind an der Tagesordnung. Die Dauer der Beschwerden ist bei akutem Durchfall auf einige Tage beschränkt, bei chronischem Durchfall können sie sich über drei Wochen ziehen.