Diabetes mellitus (Typ 2)

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Diabetes mellitus gilt als eine sehr alte Krankheit, die in früheren Jahrtausenden am süßlich schmeckenden Urin der Kranken erkannt wurde. Diabetes mellitus Typ 2 muss mit Medikamenten behandelt werden, eine Dunkelziffer ist durchaus gegeben, wenn die Krankheit bisher noch nicht diagnostiziert ist. Früher wurde Diabetes mellitus Typ 2 auch als Alterszucker bezeichnet, weil vor allem ältere Menschen daran erkranken. Starkes Übergewicht und wenig Bewegung unterstützen die Krankheit allerdings, deshalb erkranken auch immer mehr junge Menschen daran. Aufgrund dieser beiden Risikofaktoren leiden sogar Kinder und Jugendliche zunehmend an Diabetes mellitus.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine Veranlagung für Diabetes mellitus Typ 2 ist erblich bedingt. Nahe Verwandte mit dieser Erkrankung legen den Schluss nahe, selbst im Lauf des Lebens an Diabetes zu leiden, wobei Übergewicht und Bewegungsmangel diesem Risiko noch Vorschub leisten. Beide Faktoren fördern eine Insulinresistenz, bei der die Zellen des Körpers nicht mehr auf Insulin reagieren. Zunächst versucht der Körper, diese Resistenz zu überwinden, indem er vermehrt Insulin abgibt. Am Ende sinkt der Insulinspiegel jedoch, im Gegenzug steigt der Blutzuckerspiegel, was zu einer Diabetes mellitus führt.

Symptome und Auswirkungen

Diabetes mellitus ist lange Zeit kaum zu diagnostizieren, sie verursacht keine Beschwerden und bleibt deshalb lange im Verborgenen. Erst bei Folgekrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall wird sie entdeckt. Wichtige Symptome können häufiges Wasserlassen, ein Schwächegefühl, Durst und trockene Haut sein, auch besteht eine gewisse Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Störungen der Wundheilung können ebenfalls auf Diabetes hinweisen, wobei viele Symptome auch für andere Erkrankungen ein Anzeichen sein können.