Bulimie

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Bulimie ist eine Essstörung, die sich durch immer wiederkehrende und unkontrollierbare Essattacken äußert, denen ein absichtlich herbeigeführtes Erbrechen folgt. Bulimie gilt als eine psychische Störung, die vor allem bei jungen Frauen auftritt. Eine Bulimie kann die Folge einer Magersucht sein, sie kann aber auch unabhängig davon auftreten. Als Ursachen gelten verschiedene Auslöser, die häufig in einer Kombination auftreten. Gerade das macht die Behandlung komplex und meist äußerst langwierig. Viele Patienten gelten erst nach vielen Jahren als geheilt.

Ursachen und Risikofaktoren

Eine einfache oder gar einheitliche Antwort auf die Ursachen einer Bulimie gibt es nicht. In der Regel geht man von psychischen Störungen aus, bei denen mehrere Auslöser gemeinsam auftreten. Die Persönlichkeit und die Veranlagung spielen dabei eine Rolle, Gleiches gilt für Erlebnisse und Erfahrungen, für Erziehung und Umwelt, und selbst unrealistische Schönheitsideale nehmen eine große Bandbreite der Ursachen ein. Eine gestörte Körperwahrnehmung ist eine häufige Ursache, und familiäre Probleme tauchen ebenso wie Schulprobleme im Zusammenhang mit einer Bulimie auf. Eine der wichtigsten Risikofaktoren dürfte ein mangelndes Selbstvertrauen sein, das bei vielen Patienten zu beobachten ist.

Symptome und Auswirkungen

Die wichtigsten Symptome sind Essanfälle, die auch als Essattacken bezeichnet werden. Innerhalb kürzester Zeit nehmen die Betroffenen eine große Menge an Nahrung zu sich, damit diese aber nicht zu einer starken Gewichtszunahme führt, wird ein Erbrechen herbeigeführt. Exzessive Sportmaßnahmen oder die Einnahme von Abführmitteln und Appetitzüglern können ebenso auftreten. Das Gewicht ist meist im unteren Normbereich und bewegt sich an der Grenze zur Magersucht.