Alkoholismus

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Unter Alkoholismus versteht man die krankheitsbedingte Abhängigkeit von Alkohol in jeder Form. Gekennzeichnet ist sie durch unterschiedlichste körperliche, psychische und soziale Symptome, die Folgeschäden können gravierende Ausmaße annehmen. Nach Rauchen und Bluthochdruck steht Alkohol in Europa an dritter Stelle der Risikofaktoren für Krankheiten. Die Chancen auf eine dauerhafte Heilung sind unterschiedlich, denn letztlich ist jeder Fall individuell zu betrachten. Rückfälle sind bei über 50 Prozent der Erkrankten an der Tagesordnung, die Heilung wird zur lebenslangen Herausforderung.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen für Alkoholismus sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht vollumfänglich erklärt. Meist wird eine Wechselwirkung zwischen den individuellen Voraussetzungen des Menschen mit seinen biologischen Faktoren und seinen psychosozialen Einflüssen, zwischen der umgebenden Gesellschaft, der Kultur und dem sozialen Umfeld und den spezifischen Wirkungen des Alkohols angenommen. Neben dem genetischen Effekt spielt auch das Vorbild der Umwelt eine Rolle, denn tendenziell orientieren sich Kinder und Jugendliche am Verhalten der Erwachsenen und imitieren deren Gewohnheiten.

Symptome und Auswirkungen

Alkohol hat eine unmittelbare Wirkung auf den Körper, er wirkt schon kurz nach dem Konsum. Doch insbesondere der dauerhaft überhöhte Konsum führt zu Folgeschäden, die erst nach vielen Jahren deutlich werden. Hinzu kommen phasenweise charakteristische Verhaltensweisen, die typisch für die Erkrankten sind. Zu unterscheiden sind unmittelbare körperliche und psychische Symptome, körperliche und psychische Folgen sowie die schwerwiegenden Folgeschäden wie Leberzirrhose, Bauchspeichelentzündungen oder Tumore der inneren Organe. Nicht minder gravierend sind die psychischen und die soziale Folgen bis zum Verlust des Arbeitsplatzes und des sozialen Umfelds.