Gestärkte Rechte für Privatpatienten

Recht-und-GesetzPrivatpatienten kennen die Anforderung ihres Versicherers, bei anstehenden teuren Behandlungen vor allem im dentalen Bereich einen Heil- und Kostenplan von ihrem behandelnden Arzt vorzulegen. Dieser wird bei dem Krankenversicherer eingereicht, welcher die Übernahme der anfallenden Kosten in einer gewissen Höhe zusagt. Im Rahmen einer Gesetzesänderung wird dieses Recht zukünftig zugunsten des Versicherten erweitert.

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Versicherte können schriftliche Kostenübernahmeerklärung anfordern

Versicherte dürfen bei teuren Behandlungen in Zukunft eine schriftliche Kostenübernahmeerklärung seiner Versicherung anfordern, bevor die Behandlung beginnt. Damit soll einerseits die Position der Patienten gestärkt werden, andererseits wird ihr Risiko gerade bei kostspieligen Behandlungen reduziert. Viel zu häufig sehen sich Patienten nämlich allein aufgrund einer mündlichen Zusage des Versicherers mit späteren Leistungseinschränkungen oder Kürzungen konfrontiert und haben einen erheblichen Teil der Behandlungskosten aus eigener Tasche zu zahlen.

Geltung ab Kosten über 2.000 Euro

Das Gesetz zur Änderung versicherungsrechtlicher Vorschriften soll sich zukünftig auf Ansprüche erstrecken, wenn die Kosten über 2.000 Euro ausmachen werden. Innerhalb von vier Wochen hat sich der private Krankenversicherer zur Kostenübernahme zu äußern, in dringenden Fällen verkürzt sich die Frist auf zwei Wochen. Erfolgt keine Reaktion innerhalb dieser Zeit, darf der Patient von der Übernahme der vollen Kosten ausgehen. Der Gesetzentwurf sieht neben dem Recht auf eine Kostenübernahme weitere Vorteile vor, so zum Beispiel die Verlängerung der Kündigungsfrist von einem auf zwei Monate nach einer Prämienerhöhung.

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