Gesetzliche Krankenversicherung spart gegen medizinischen Fortschritt

taschenrechner-stiftBVMed: GKV verweigert Nutzung von Medizintechnologie – Der Bundesverband Medizintechnologie brachte es bei seinem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in der vergangenen Woche auf den Punkt: Die Gesetzliche Krankenversicherung verweigert sich durch eine zunehmende Sparpolitik dem Zugang zum medizinischen Fortschritt.

Zwar horte die GKV Überschüsse in Milliardenhöhe, doch medizintechnische Innovationen für die Behandlung von Patienten stehen in keinem Verhältnis dazu, moniert die Geschäftsführung des Verbandes. Auch Beispiele werden in diesen Zusammenhang genannt, ist doch eine Versorgung von offenen Wunden mit hydroaktiven Wundverbänden in der GKV nicht in der Kostenerstattung enthalten, und auch die Fernüberwachung von Schrittmacherpatienten durch Telekardiologie ist im Leistungspaket nicht vorgesehen.

Wieder einmal drängt sich der Gedanke auf, dass das gesetzliche Krankenversicherungssystem an dieser Stelle kaputtgespart wird und dass Patienten kaum die nötige medizinische Unterstützung erhalten, die sie so dringend benötigen.

Ebenso bleibt die Frage, ob die private Krankenversicherung dieses Defizit dauerhaft auffangen kann und muss, denn medizinische Forschung und Entwicklung ist für ein solides Gesundheitssystem unverzichtbar. Glaubt man aber der Aussage des Verbandes, ist der Einsatz von Medizintechnologie auf dem neuesten Stand der Technik allenfalls ein Vorteil der Privatversicherten. Ein immer wieder zitiertes Vorurteil gegenüber der GKV und der PKV wäre damit erneut bestätigt.
[KV Vergleich]
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