Forschung: Neue Therapie AMD

Therapie AMD
Foto: ©iStock.com/Tempura
Therapie AMD: Gibt es bald eine erfolgreiche Therapie für die trockene AMD? Mediziner versuchen eine neue Therapie für die altersbedingte Makuladegeneration, auch AMD genannt, zu entwickeln.

Ein neues und gemeinsames Projekt der beiden Universitätskliniken Regensburg und Bern versucht zurzeit den Einfluss des Immunsystems auf bestimmte Schädigungen an der Netzhaut zu ergründen. So erhoffen sich die beteiligten Mediziner möglichst bald eine neue Therapie für die altersbedingte Makuladegeneration, auch AMD genannt, zu entwickeln.

Therapie AMD: Häufigste Ursache für eine Sehbehinderung

Allein in Europa sind heute 34 Millionen Menschen von dieser Erkrankung des Auges betroffen, die meist im fortgeschrittenen Alter auftritt. Damit ist die AMD die häufigste Ursache für eine Sehbehinderung, bei der Sehzellen in der Makula zerstört werden. Wer von einer AMD betroffen ist, sieht meist stark verschwommen, kann kaum mehr lesen und keine Gesichter mehr erkennen.

Man nimmt an, dass die Erkrankung durch ein fehl geleitetes Immunsystem entsteht, wobei das Komplementsystem eine besondere Rolle spielt. Das Komplementsystem ist angeboren und richtet sich allgemein gegen Krankheitserreger. Nun wird in einer Studie die Funktion von Properdin erforscht. Es ist ein Protein, welches das Komplementsystem stabilisiert und dadurch dessen Wirkung verstärkt und somit eine Überaktivierung auslösen kann. Neuartige Antikörper gegen Propadin sollen in dieser Studie erprobt werden.

Therapie AMD: Erkrankung mit neuartigen Antikörper lindern

Bisher glaubte man, dass das Komplementsystem nur über den Blutkreislauf funktioniert, nun nimmt man aber an, dass es von den Zellen im Auge lokal reguliert wird. Daher ließe sich die Erkrankung eventuell mit einem neuartigen Antikörper erfolgreich lindern. Es könnte so also eine völlig neue Strategie gegen die altersbedingte Makuladegeneration entwickelt werden, indem man die Überaktivierung dieses Systems im Auge durch einen Antikörper dämpfen würde. Mit ersten Ergebnissen rechnen die Forscher in der Mitte des Jahres 2019. Mit dieser neuen Studie knüpfen die Wissenschaftler der Universitätskliniken Regensburg und Bern an ihre über zwei Jahre dauernde Zusammenarbeit zur Erforschung krankmachender Veränderungen in der Netzhaut an.

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