Fieber – Nicht immer ist Senken das Beste für den Körper

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Foto: ©iStock.com/DKart
Eine frühzeitige Behandlung mit fiebersenkenden Arzneien hat nicht immer einen wesentlichen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Krankheit.

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Eine erhöhte Körpertemperatur kann durchaus gut für unseren Körper sein und nicht immer ist es notwendig zu fiebersenkenden Mitteln zu greifen. Doch viele Menschen bekommen es rasch mit der Angst zu tun, wenn Fieber auftritt. Kommen dann noch Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und eine bleierne Müdigkeit hinzu, greifen viele Betroffene jedoch lieber zur Arznei.

Was ist Fieber?

Liegt der oral oder rektal, gemessene Wert über 38,5 Grad Celsius muss man von Fieber sprechen. Der häufigste Grund für solch eine erhöhte Körpertemperatur sind Infektionen, die durch Bakterien oder Viren ausgelöst werden. Der Körper beginnt diese Eindringlinge zu bekämpfen und bringt seine Energie geballt in das Immunsystem ein. Muskulatur und Gehirn werden vorübergehend vernachlässigt.

Die Höhe des Fiebers lässt übrigens keinen Rückschluss auf die Schwere einer Krankheit zu, genauso wenig wie auf die Ursache. Manchmal ist es daher gar nicht so einfach den Grund für eine erhöhte Körpertemperatur herauszufinden. Handelt es sich um immer wiederkehrende Schüben von Fieber kann eine Autoimmunerkrankung oder ein Tumor die Ursache sein. Es kommt auch vor, dass eine Unverträglichkeit bestimmter Medikamente oder eine Vergiftung der Auslöser von Fieber sind.

Fieber kann auch helfen

In vielen Fällen muss man das Fieber nicht bekämpfen, sondern kann dem Körper eine Auszeit gönnen und ihm so die Möglichkeit bieten, sich selbst zu helfen. Dennoch greifen die meisten Betroffenen voreilig zu fiebersenkenden Medikamenten.

Eine aktuelle Studie, die an schwerst erkrankten Patienten auf einer Intensivstation durchgeführt wurde, soll es zeigen. Eine frühzeitige Behandlung mit fiebersenkenden Arzneien soll dabei keinen wesentlichen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Krankheit gehabt haben.

Die Wissenschaftler empfehlen daher gesunden Personen nicht vorschnell fiebersenkende Maßnahmen zu ergreifen, sondern dem Körper Ruhe zu gönnen.

Ausnahme:

  • Patienten mit schwachem Herz
  • Patienten mit Nieren- oder Lungenerkrankung

Tipp:
Wadenwickel sind eine empfehlenswerte Alternative zu Medikamenten. Ein, in kaltes Wasser getauchtes Baumwolltuch wird nach dem leichten Ausdrücken um die Waden gelegt. Dann fixiert man das Ganze mit einem trockenen Handtuch. Erst wenn sich der Wickel erwärmt hat wird er wieder entfernt. Das wiederholt man bis zu vier Mal.

Achtung:
Fieber, das länger als zwei Tage anhält und höher als 40 Grad Celsius ansteigt muss der Arzt behandeln.

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Quelle: www.lifeline.de

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