Fibromyalgie: Schlafstörungen behindern Heilungsprozesse

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Eine neue Studie, an der 160.000 Probanden teilnahmen, bestätigt die großen Gefahren, die von dauerhaften Schlafstörungen ausgehen.

Obwohl die meisten von uns wissen, wie wichtig ausreichend Schlaf für die Gesundheit ist, leiden immer mehr Menschen unter Schlafstörungen. Auch die Gesamtdauer des nächtlichen Schlafes hat sich verringert. Grund hierfür sind die neuen Medien, aber auch stetig wachsende Anforderungen der Leistungsgesellschaft. Der Druck, ständig erreichbar zu sein, Schichtarbeit und wachsende Anforderungen am Arbeitsplatz erzeugen seelischen und körperlichen Stress, der sich bevorzugt mit Schlafstörungen bemerkbar macht.

Eine neue Studie, an der 160.000 Probanden teilnahmen, bestätigt die großen Gefahren, die von dauerhaften Schlafstörungen ausgehen. Die Ergebnisse dieser Analyse wurden im „European Journal of Preventive Cardiology“ veröffentlicht. Die wissenschaftliche Analyse berücksichtigte jedoch nicht den Einfluss von Depressionen, die zu einem großen Anteil Mitverursacher von Schlafstörungen sind.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass permanenter Schlafmangel den Blutdruck erhöht und damit das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und koronare Herzerkrankungen um ein Drittel erhöht. Auch Entzündungen werden dadurch getriggert, können also die Symptomatik bei Fibromyalgie verschärfen. Deshalb sollten auch Patienten mit Fibromyalgie Schlafstörungen ernst nehmen und möglichst frühzeitig etwas dagegen unternehmen.

Schlafstörungen verschärfen Symptome bei Fibromyalgie

Neben Schmerzen gehören Schlafstörungen zu den unangenehmen Nebenwirkungen einer Fibromyalgie. Das hat weit reichende Folgen, denn wichtige Wachstumshormone, die ausschließlich in den Tiefschlafphase produziert werden, fehlen. So kann keine erfolgreiche Regeneration stattfinden und Betroffene fühlen sich am Morgen noch zerschlagener als am Abend vorher. Erholsamer Schlaf ist jedoch gerade bei Fibromyalgie immens wichtig zur Genesung.

Im Schlaf räumt das Gehirn auf

Dauerhafte Schlafstörungen beeinflussen den Stoffwechsel und die Produktion von Insulin. Auch Entzündungsfaktoren sind davon betroffen. Bis heute gibt es keine speziellen Medikamente zur Behandlung der Fibromyalgie, doch wer seine Schlafstörungen in den Griff bekommt, profitiert in vielfältiger Weise. Gesunder Schlaf stärkt das Immunsystem. Im Schlaf schafft der Körper Platz für neue Neuronenverbindungen, so dass Gelerntes besser verankert werden kann. Mit Psychotherapie, Entspannungsübungen und leichtem Ausdauersport konnten bis sehr gute Erfolge erzielt werden.

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1 Kommentar

  1. Guten Tag,

    Es tut mir leid dass ich Ihnen zum Teil wiedersprechen muss.
    Ich habe mir jetzt schon ein paar ihrer Berichterstattung über Fibromyalgie durchgelesen.
    Und muss immer wieder mit erschrecken feststellen wie schlecht hier berichtet wird. Ich frage mich ob bei diesen Studien wirklich immer Leute mit Fibro teilgenommen haben. Wir können so viel schlafen wie wir wollen gesund werden wir nie mehr denn es gibt keine Heilung. Es wäre schön wenn Studien die belegen das unsere Nerven geschädigt sind mehr erwähnt werden, Ärzte mehr geschult werden das unsere Krankheit auch schon einen Schlüssel hat und es sie gibt. Die Aufgabe sollte sein das mehr geforscht wird und das vielleicht wirklich erkrankte zu dem Thema gehört werden. Ich stimme ihnen zu das viele Menschen nicht mehr richtig schlafen dieses auch mit Sicherheit unseren Kindern schon nicht mehr richtig beigebracht wird doch eine große Schuld trägt auch die Politik eine Schuld.
    Denn wenn zwei Jobs nötig sind um eine Familie angemessen zu versorgen unsere Kinder den ganzen Tag in Kitas oder Schulen hängen wo soll da bitte Ruhe einkehren?
    Ich würde mich freuen wenn sie mehr über die Fibro berichten und uns Kraken mit einbeziehen. Alleine hier auf Facebook gibt es rund 6000 Betroffene die ihnen gerne berichten wie es ihnen geht.

    Lieben Gruß C.Ellrich

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