Fett im Essen nicht ungesund

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Foto: ©iStock.com/Tadej Zupančič
Schon seit vielen Jahren liegen Studien vor, die ein anderes Ernährungs-Bild hinsichtlich des Fett-Konsums zeichnen.

Seit über dreißig Jahren läuft eine Negativ-Kampagne gegen fettes Essen. Sie begann in den 80er Jahren, nach der Veröffentlichung einiger, weniger Studien. Diese Studien zeigten angeblich, dass es einen sehr deutlichen Zusammenhang zwischen einer fettreicheren Ernährung und bestimmten Erkrankungen des Herzens gibt.

Nicht bekannt wurde damals jedoch, dass es zeitgleich mehrere Studien gab, die in dieser Hinsicht absolut keinen Zusammenhang feststellen konnten. Im Februar dieses Jahres wurden nun die Ungereimtheiten der Studien von einem britisch-amerikanischem Forscher-Team aufgedeckt und sorgen seitdem für Furore.

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Hatten die Ernährungsexperten bisher empfohlen fettreichere Wurst-, Fleisch- und Fischsorten zu meiden, nur fettarme und entrahmte Milch zu trinken und den Verzehr von Nüssen und Ölen weitgehend einzuschränken, könnten die Ernährungs-Tipps nun schon bald ganz anders aussehen.

Der Light-Wahn – ein Irrtum?

Als vor dreißig Jahren die ersten Anti-Fett-Empfehlungen bekannt wurden, begann in den Supermärkten der Light-Boom. Die Light-Produkte versprachen die perfekte Figur und vor allem beste Gesundheit. Fetthaltige Lebensmittel wurden von da an durch fettreduzierte oder fettarme, aber kohlenhydratreichere Kost ersetzt. Viele Menschen folgten dieser Kampagne bedingungslos. In den meisten Schulen der USA verbannte man sogar die fettreichere Milch und ersetzte sie durch zuckerhaltigen, aber fettarmen Kakao.

Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass es heute weitaus mehr Menschen mit Fettsucht und Diabetes gibt, als noch vor vierzig Jahren, als der Light-Wahn noch nicht durch das Land gezogen war.

Im letzten Februar stellte nun das US-amerikanische Fachgremium, welches auch die Gesundheitsbehörde FDA berät, die bisherigen Ratschläge in Sachen Fett-Konsum deutlich in Frage. Das Gremium befürwortet jetzt die bisherige Fett-Obergrenze von 35 Prozent abzuschaffen und auch Cholesterin aus tierischen Lebensmitteln nicht mehr generell zu verbieten. So zeichnet sich also eine radikale Abkehr von den alten Denkweisen ab.

Schon seit vielen Jahren liegen Studien vor, die ein anderes Ernährungs-Bild hinsichtlich des Fett-Konsums zeichnen. Aus diesem Grund wurde bereits vor zehn Jahren die Fett-Obergrenze, die man nun wahrscheinlich ganz abschaffen will, auf 35 Prozent angehoben. Gleichzeitig wurde eine Fett-Untergrenze von 20 Prozent empfohlen. Der Mensch braucht also ein gewisses Maß an Fett. Bis wir aber von den Light-Produkten wegkommen und Fett nicht mehr als Gesundheits-Feind betrachten, wird es sicher noch eine Weile dauern und viel Aufklärung nötig sein.

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Quelle: http://www.taz.de/

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