Experiment: Gier ist menschlich

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An der Chicagoer Universität belegten Forscher durch ein beeindruckendes Experiment, dass Menschen von Natur aus gierig sind. Sie horten über ihren Bedarf hinaus Dinge an, selbst wenn der Weg dorthin unangenehm ist.

Schokolade für Geräusche

Die Probanden des Experiments bekamen Schokolade versprochen. Das hörte sich gut an, war jedoch gar nicht so leicht zu erreichen, denn für den „Verdienst“ der Schokolade mussten sich die Teilnehmer per Kopfhörer abwechselnd Musik und zwischenzeitlich „weißes Rauschen“ (das nervtötende Geräusch eines unbelegten TV-Kanals) anhören. Je länger sie das ertrugen, desto mehr Schokolade bekamen sie. Das wäre ein leichter Versuchsaufbau, doch die Forscher hatten eine Hürde eingebaut, um die Gier zu belegen: Die Teilnehmer durften nur so viel Schokolade behalten, wie sie während einer etwa fünfminütigen Pause verzehren konnten. Es ging also darum, die unangenehme Vorarbeit des weißen Rauschens mit der Einschätzung des möglichen Konsums abzugleichen.

Sinnloses Horten

Obgleich klar war, dass ein Mehr an Belastung kein Mehr an Schokolade bringt – was nicht verzehrt werden konnte, musste abgegeben werden -, versuchten sämtliche Probanden, das Maximum an Gewinn herauszuholen. Im Durchschnitt häuften sie das Doppelte ihres Verbrauchs an, obgleich sie diesen vorab ziemlich realistisch eingeschätzt hatten. Damit lasse sich belegen, so die amerikanischen Wissenschaftler, dass Menschen zu sinnloser Hortung („mindless accumulation“) tendieren. Selbst unter Kraftverschwendung geben sie ihrer Gier nach.

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2 Antworten

  1. Musste man dazu wirklich erst ein Experiment oder eine Studie machen? Dass Menschen gierig sind kann man doch ohne weiteres jeden Tag beobachten. Das ist einfach die Natur des Menschen. Mag sein, dass es Ausnahmen gibt; aber die bestätigen halt nur die Regel, wie es so schön heißt!

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