Eurokrise mit Auswirkungen auf die PKV?

Viel zu lange schon hatten PKV-Versicherte auf entsprechende Schlagzeilen gewartet, nun geht die Financial Times Deutschland mit offensiven Worten an die Front: Niedrige Zinsen am Kapitalmarkt sollen dafür sorgen, dass die PKV-Beiträge zum nächsten Jahreswechsel massiv steigen. Die Schlagzeilen um erhöhte Prämien in der privaten Krankenversicherung sind nicht neu.

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Spätestens im Herbst des Jahres, wenn die Versicherer sukzessive ihre Beiträge für das kommende Jahr bekanntgeben, geben die Medien mit immer neuen Headlines an den Markt. Diesmal ist es die allgegenwärtige Euro- und Finanzkrise und mit ihr das niedrige Zinsniveau, das für Unruhe sorgt.

Nach Ansicht der Financial Times Deutschland müssen Neu- wie Bestandskunden im nächsten Jahr mit enormen Beitragsanpassungen rechnen, denn der geltende Garantiezins der privaten Krankenversicherer in Höhe von 3,5 Prozent kann nach Expertenmeinungen von vielen Versicherern kaum noch aufrecht erhalten werden. So ist dann auch eine Absenkung auf 2,75 Prozent im Gespräch, diese Reduzierung des Garantiezinses würde mindestens für die Gesellschaften gelten, die für ihre Kapitalanlagen keine Verzinsung von 3,5 Prozent mehr erreichen. Ob die aktuelle Eurokrise wirklich diese gravierenden Auswirkungen auf die PKV-Beiträge haben wird, dürfte sich spätestens zum Jahresende herausstellen.

Bereits zum vergangenen Jahreswechsel wurden die Anpassungen der Beiträge für die private Krankenversicherung heftig diskutiert. Dabei hatten sich sowohl Verbraucherschützer, die politischen Parteien, die GKV und auch die PKV beteiligt. Die mediale Beachtung war dementsprechend groß. Es bleibt abzuwarten, ob auch in diesem Jahr eine ähnlich große Aufmerksamkeit dem Thema zugesprochen wird oder ob die Umstellung auf Unisex solche Debatten überlagern kann.

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