Ergebnisse aktuelle Studien zur Glücksforschung

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Neue Studien: Glück ist ein zerbrechliches Gut

In der letzten Woche machten gleich zwei Studien zur Glücksforschung auf sich aufmerksam. Die Ergebnisse sind teilweise verblüffend, und die zeigen, dass das persönliche Glücksempfinden kaum zu entschlüsseln ist.

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Zwar gibt es unzählige Studien, die sich mit dem Glücksempfinden von ganzen Völkern beschäftigen. Hier werden Indizes erhoben und festgelegt, wo das Leben besonders attraktiv ist. Doch bei der Bewertung des persönlichen Glücksempfindens stoßen Forscher immer noch auf große Probleme.

Der „Glücksatlas 2013“ der Universität Freiburg zeigte anhand von 3.000 Interviews, dass der Norden des Landes zufriedener scheint als der Süden. Gerade in Schleswig-Holstein als dem ärmsten Bundesland leben die glücklichsten Bewohner, was nach den objektiven Rahmenbedingungen nicht zu erklären ist. Folglich gibt es keine Übereinstimmung von objektiv messbaren Lebensumständen und dem subjektiven Glücksempfinden. Und auch der Better Life Index der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) belegt, dass Deutschland im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld liegt. Dies gilt ungeachtet der Tatsache, dass das Land durch die Finanz- und Wirtschaftskrise weniger in Mitleidenschaft gezogen wurde als andere Nationen.

In der Schweiz, in Norwegen, Island, Schweden, Dänemark und in den Niederlanden empfinden sich die Menschen als weitaus glücklicher, obwohl fundierte Zahlen zur Arbeitslosenquote, zur Gesundheitsversorgung und zur Lebenserwartung dort ähnliche Werte wie in Deutschland aufweisen.

Es bleibt der Eindruck, dass Geld allein noch kein Maßstab für Wohlbefinden ist. Materieller Wohlstand ist notwendig, aber nicht hinreichend für ein persönliches Glücksempfinden. Auch bedeutet das Fehlen von Unglück nicht, dass man glücklich und zufrieden ist. Allerdings erweist sich ein Faktor über alle Nationen hin als essenziell für das persönliche Glücksempfinden: Wer die Chance hat, wichtige Lebensentscheidungen frei treffen zu können, ist tendenziell glücklicher als Menschen, die hier aus politischen und gesellschaftlichen Gründen mit Einschränkungen konfrontiert sind. An dieser Stelle ist Glück also durchaus qualifiziert zu bewerten.

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