Empfehlungsmarketing: Neuer Trend in HNO-Medizin?

patientin-aerztinGegenseitige Empfehlungen von Patienten zwischen Medizinern und Hörakustikern mit entsprechender Entlohnung? Ein Bericht der Wirtschaftswoche brachte es vor wenigen Tagen ans Licht: Korruption ist auch im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Medizin kein Fremdwort. Glaubt man diesen Angaben, sind rund zehn Prozent der Mediziner anfällig für Bestechung, wobei die Quelle des Blattes durchaus hinterfragt werden darf, bezieht man sich doch auf Angaben aus den Kreisen der Ärzteschaft selbst.

Offenbar gibt es einen regen Austausch zwischen Medizinern und Hörakustikern, die sich Patienten bei Bedarf gegenseitig empfehlen. Für jede Empfehlung fließen je nach Bundesland zwischen 50 Euro und 200 Euro. Auch sind Fälle bekannt, in denen die Leasing-Raten für Familienangehörige der Ärzte im Fall einer erfolgreichen Empfehlung gerne übernommen werden. So geht der Bund Deutscher Kriminalbeamter der Wirtschaftswoche gegenüber davon aus, dass Akustiker im Bereich dieses Empfehlungsmarketings besonders aktiv unterwegs sind.

Die Grenze zur Bestechlichkeit und zur Korruption wird damit zunehmend fließend. Tatsächlich stellt sich Versicherten mehr und mehr die Frage, wie die Politik hier eingreifen kann. Für Patienten bleibt vorerst nach wie vor nur die Lösung, im Zweifel eine zweite Meinung einzuholen.

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