Eine App als Vermittler zwischen Arzt und Patient

handy-am-arm
Die APP ist mit einer Alarmfunktion ausgestattet und verbindet den behandelnden Arzt und seinen Patient online miteinander.

Ein Ingenieur der Elektrotechnik aus dem Kreis Augsburg hat mit seiner genialen Erfindung einer Arzt-Patienten-App in den USA Stürme der Begeisterung ausgelöst. Er und sein Team, bestehend aus Ärzten und IT-Experten, planen nun weitere Studien am Patienten. Der 58-jährige Ingenieur stellte die neu entwickelte App erstmalig auf einem Ärztekongress in Washington vor. Es ist die erste und wohl bisher einzige mobile App dieser Art. Sie ist mit einer Alarmfunktion ausgestattet und verbindet den behandelnden Arzt und seinen Patient online miteinander. Die App hat den Namen „SymCollect-App“. Mit ihr können Mediziner rund um die Uhr ihre Patienten betreuen und überwachen. Das wurde bereits mit großem Erfolg an 150 Patienten einer Augsburger Privatklinik getestet.

Jetzt kostenlos Top-Angebote der Zusatzversicherung anfordern >>

Das Pilotprojekt startet in Kürze ebenfalls in dieser Privatklinik. Sie wird ausschließlich von Borreliose-Patienten aus aller Welt aufgesucht. Die Ärzte der Klinik, die bereits die ersten 150 Patienten betreut haben, sind davon überzeugt, dass dies Arzt-Patienten-App Maßstäbe setzen wird.

Die App funktioniert indem der Patient Fragen beantwortet, die seinen täglichen Zustand beschreiben. Wenn sich anhand dieser Daten zeigt, dass sich der Zustand des Patienten verschlechtert, wird per E-Mail ein Alarm beim behandelnden Arzt ausgelöst. Auch ohne diesen Alarm hat der Arzt jederzeit Zugriff auf objektive Daten, die die App liefert und muss sich nicht auf subjektiv geschilderte Beschwerden verlassen.

Das bedeutet aber nicht, dass sich diese App in rechtlichen Grauzonen bewegt, denn es werden keinesfalls online Diagnosen gestellt und auch keine Medikamente per App verordnet. Sie dient lediglich zur optimalen Auswertung von Symptomen. Die so gewonnenen Erkenntnisse könnten im Laufe der Jahre auch in der medizinischen Forschung eine wichtige Rolle spielen.

Mehr zum Thema

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.