E-Zigaretten und Nikotinabhängigkeit

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Foto: ©iStock.com/amnarj2006
Diskussion E-Zigarette als Nikotineinstieg – Die E-Zigarette wird regelmäßig als Einstiegsmedium für den Nikotinkonsum für Jugendliche angeprangert.

In den letzten Jahren setzt sich der Trend der E-Zigarette auch hierzulande immer mehr durch. Das vermeintlich „gesunde“ Rauchen wird immer beliebter und bietet vielen Menschen eine Alternative zur herkömmlichen Zigarette. Doch wie ungefährlich ist das „Vaping“ tatsächlich?

Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass das Rauchen einer E-Zigarette tatsächlich weitaus weniger schädlich ist als das einer herkömmlichen Zigarette. Raucher, die seit mindestens einem halben Jahr nur noch über eine E-Zigarette rauchen, weisen weniger kanzerogene Stoffe im Körper auf als solche, die weiterhin herkömmliche Zigaretten rauchen.

Dennoch sollte das Verdampfen von Nikotin nicht unkritisch gesehen werden. Nikotin ist ein Nervengift und hat zahlreiche schädliche Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Auch in verdampfter Form kann es abhängig machen. Raucher der E-Zigarette sind demnach ähnlich nikotinabhängig wie klassische Raucher. An diesem Risiko ändert die E-Zigarette zunächst wenig.

Verbreitung der E-Zigarette bei Jugendlichen?

Die Diskussion ist nicht neu, jedoch flammt sie immer wieder auf. Obgleich die E-Zigarette vielen ehemaligen Konsumenten von herkömmlichen Zigaretten helfen dürfte, so wird die E-Zigarette regelmäßig auch als Einstiegsmedium für den Nikotinkonsum für Jugendliche angeprangert. Die Warnung der Kritiker hierzu bezieht sich häufig darauf, dass die E-Zigarette vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt ist und auch junge Menschen anzieht, die nicht zu einer normalen Zigarette greifen würden.

Insbesondere die aus der Sicht der Kritiker harmlos anmutenden Geschmackskreationen böten Jugendlichen einen starken Anreiz zur E-Zigarette zu greifen. In diesen Zusammenhang wird dann häufig auf die gesundheitlichen Risiken hingewiesen. Wie auf dem Portal derstandard.at jetzt zu lesen war, konnten Kardiologen von der California University in Los Angeles ein stark erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Potenzprobleme zeigen.

Auch Shahrokh F. Shariat, Leiter der Klinik für Urologie an der MedUni in Wien, sieht vor allem die Verbreitung der E-Zigaretten bei Jugendlichen am Beispiel der USA sehr kritisch. Hier soll es allein in den Jahren zwischen 2011 bis 2015 einen Anstieg des Konsums unter Jugendlichen von etwa 900% gegeben haben.

Die kritischen Stimmen zur sogenannten Verführung von bisherigen Nichtrauchern durch die E-Zigarette werden nicht verstummen. Mit Sicherheit werden zahlreiche Studien folgen, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen werden. Wohin die Entwicklung zu guter Letzt führen wird, ist heute noch kaum absehbar.

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8 Kommentare

  1. Jugendlichen über 16 Jahre das Dampfen zu verbieten ist ein Skandal. Es ist kein Geheimnis das die Kids oftmals schon weit vor dem 16ten Lebensjahr mit dem Rauchen starten. Hätten sie die Dampfe könnten sie sich das Rauchen schon vor dem 18ten Lebensjahr wieder abgewöhnen. Es sterben jedes Jahr mehr als 100000 Menschen an den Folgen des Rauchen alleine in Deutschland. Bei der Dampfe ist kein einziger klinisch relevanter Fall bekannt geworden. So werden wir eben verarscht …
    Was die Menschen über 18 Jahre angeht ist auch klar. Jahrelang haben sie versucht die Dampfe platt zu machen. Jetzt nach der Regulierung denkt man konkret über eine Steuer nach. Am Besten dann so teuer machen das kein Raucher mehr umsteigt, den Shops das Leben so schwer machen das auch die in der Versenkung verschwinden. Deutschland und auch die EU braucht die Raucher. Ein paar wenige bekommen das Geld und viele Menschen sterben einen qualvollen Tod. Noch Fragen?

  2. Also ich sehe auf der Straße Jugendliche eigentlich immer nur mit analogen Pyros, die sollten mal besser Dampfen, die digitalen sind wesentlich weniger schädlich. Ich wünsche allen Dampfern immer genug Liquid im Tank und den Langnasen die meinen aus Gründen des Profits die Dampfe schlecht reden zu müssen einen fetten Pickel ins Gesicht.
    Schönen Gruß von einer Langzeit-Studie

  3. Die E zigarette ist doch ab 18, warum wird darüber diskutiert? Ein Jugendlicher kommt einfacher an zigaretten als an eine dampfe

  4. Meine Erfahrung ist, dass junge Leute (>18), die als Nichtraucher anfangen wollen zu dampfen zum einen recht selten sind, zum anderen keinen Anlass sehen nikotinhaltiges Liquid zu dampfen.

  5. Ich bin immer wieder überrascht darüber, wie wenig man wissen/recherchieren muss, um eine Veröffentlichung zu bekommen. Bislang bin ich immer davon ausgegangen, dass Krankenkassen wirtschaftlich orientierte Unternehmen sind.
    Wenn die Krankenkassen Kosten sparen wollen, könnten Sie ja damit beginnen die eZigarette als Business-Modell zu integrieren.
    Ich denke wenn eine Krankenkasse die eZigarette ernsthaft ins Protfolio integrieren würde, und so ihren Kunden etwas Rückendeckung geben würde (Anreize für starke Raucher wie z.B. günstiges Einsteigerset subventionieren), dann würden wahrscheinlich viele Dampfer zu dieser KK wechseln.
    Ganz nebenbei würden bei einer Förderung der eZigarette auch die Kosten für Chemotherapie gesenkt werden können. Und jeder Chemo-Therapie Patient weniger ist gaaaanz viel Geld mehr für die anderen Patienten und die KK.

  6. jener, längst widerlegte, „gateway“-blödsinn ist das haupt(pseudo-)argument der „FDA“, um die um 95% weniger schädliche alternative zur herkommlichen zigarette vom US-markt „entfernen“ & raucher am tabak sterben zu lassen – was pharma- & tabakindustrie erfreut.; hierfür lohnen sich millioneninvestitionen in das korrupte US-gesundheitssystem

  7. Och Leute, echt jetzt? Nikotin als Nervengift mit „zahlreichen schädlichen Auswirkungen“?
    Ihr vergesst immer eins, es gibt Nikotin nich nur in der Dampfe (sog. E-Zigarette), sondern schon seit langem in NRTs (Nikotinkaugummis, Nikotinpflastern, Nikotinsprays, ect.). Und man mag’s kaum glauben, dieses Zeug wird sogar Leuten mit Herz-Kreislauferkrankungen empfohlen. Da gibt’s keine Bedenkenn.
    Aber in der Dampfe wird Nikotin dann böse? Na, merkt Ihr was?
    Hier mal ein paar gute Infos von einem Fachmann (Prof. Dr. Bernd Mayer) zum Thema Nikotin und Gift:
    dampfe.info/gesundheit/ist-nikotin-ein-gift/

    Dampfer haben übrigens nich nur weniger kanzerogene Stoffe im Körper, sondern, wie die aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt, so niedrige wie bei Nikotinpflasterklebern. Man kann also davon ausgehen, dass die Werte denen von Nichtrauchern/Nichtdampfern gleichen. Ein bisschen von dem Zeug hat nämlich jeder von uns intus. Der Mensch selber produziert am Tag etwa 50g Formaldehyd und kommt damit klar.
    Man kann also ganz klar davon ausgehen, dass die Dampfe den Körper in Bezug auf Giftstoffe nich die Bohne belastet. Wie auch, Formaldehyd und Co. entstehen im Verdampfer ja erst gar nich (wenn man ihn nicht überhitzt, was niemand tun würde… schmeckt abscheulich).

    Und mit der Gatewaytheorie macht Ihr euch doch lächerlich, kein ernst zu nehmender Wissenschaftler hält die noch für haltbar. Nicht nur, dass die bis jetzt nich ein einziges mal bewiesen werden konnte, sie wurde sogar bereits mehrmals widerlegt. Ich will hier jetzt nich zu viele Links reinstreuen, aber das findet Ihr bestimmt auch selber mit Tante Google (oder so) heraus.

    Und dann kommt Ihr mit dem, entschuldigt meine deutlichen Worte, Schrottartikel vom „Standard“? Schon die darin erwähnte „Kardiologenstudie“, in der übrigens überhaupt nix „stark erhöht“ war, is Mumpitz. Die is mittlerweile von der Fachwelt schon ganz schön gerupft worden, weil die Aussagekraft gleich „Blubb“ is. Und ein Tipp, versucht mal nen Beweis für „Nikotinsucht“ zu finden, ohne Tabak… wird lustig.
    Der ganze Artikel is so dermaßen unterirdisch… aber das will ich hier nich noch mal… hab ich schon gemacht: vapoon.de/wenn-manchen-nix-mehr-peinlich-is/

    Dass Ihr das besser könnt, habt Ihr bereits bewiesen. Also, was soll dann dieser Unsinn hier? Ich weiß, es is schwer zu akzeptieren, dass etwas, wo Wolken rauskommen (die übrigens „gedampft“ und nicht „geraucht“ werden) schlicht harmlos is, aber es wird langsam Zeit, das zu akzeptieren.

    Jetzt werdet Ihr sagen: „Er hat harmlos gesagt, steinigt ihn!“ Aber könnt Ihr euch nich mal einen Moment zurücklehnen und ganz einfach in Ruhe nachdenken?
    Bis jetzt is es nich ein einziges Mal gelungen, nachzuweisen, dass Dampfen schädlich is. Und das wird seit über zehn Jahren versucht. Guckt euch doch mal die Studien an, auf die sich die Gegner des Dampfens berufen.
    Das angebliche Formaldehyd in der Dampfe wurde zum Beispiel bei einer Untersuchung gefunden, bei der ein Verdampfer bewusst überhitzt wurde. Haben die Leute sogar in der Studie ganz offen so angegeben. Bei normaler Nutzung fanden die nix, was spätere Untersuchungen bestätigten. Mit solchen fragwürdigen Studien wird also argumentiert.
    Dann wurde versucht, das PG schlecht zu machen, was selbst die ECHA abgeschmettert hat. Sie sieht Propylenglykol nicht als atemwegsreizend an. Wär auch’n Witz, der Stoff is das Zeug aus’m Disconebel.

    Das einzige, was also übrig bleibt, is die Forderung nach einem Unschädlichkeitsbeweis. Der Angeklagte soll also seine Unschuld beweisen, weil man keine Beweise für seine Schuld finden konnte? Echt jetzt?
    Man kann nich beweisen, dass es etwas nich gibt, geht vom Prinzip schon nich. Versucht mal zu beweisen, dass es keine UFOs gibt… viel Spaß dabei.

    Nur weil es Wolken macht und so’n bissel nach Rauchen aussieht, muss es nicht gefährlich sein. Kommt doch mal von dem „Trip“ runter. Oder setzt Ihr Colatrinken auch mit Schnapssaufen gleich, nur weil’s ähnlich aussieht?
    Werdet bitte sachlich, guckt euch die Studien mal richtig an, die Ihr zitiert und haltet es wenigstens für möglich, dass Dampfen einfach ein harmloses Genussmittel is, mit dem auch noch Millionen von Rauchern recht einfach von der Kippe wegkommen können.

  8. – „…..konnten Kardiologen von der California University in Los Angeles ein stark erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Potenzprobleme zeigen. “ –
    Und da verläßt man sich jetzt auf Aussagen der standard.at und braucht die Studie selber gar nicht mehr zu lesen, bravo.

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