E-Zigaretten – Nikotin krebserregend?

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Foto: ©iStock.com/Sashkinw
Nikotin scheint laut aktueller Studienlage auch in E-Zigaretten keinen Krebs zu verursachen.

Der Konsum von E-Zigaretten wird in Deutschland von immer mehr Menschen als weniger schädliche Alternative zu herkömmlichen Zigaretten angesehen und hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Trend entwickelt. Gerade der Umstand, dass Tabak nicht „verbrannt“ wird, ist einer der wesentlichen Vorteile. Für viele Nutzer der E-Zigarette stellt sich nun noch die Frage inwiefern Nikotin selbst gesundheitsschädlich ist und ob der Konsum von E-Zigaretten tatsächlich weniger krebserregend ist als der Konsum von herkömmlichen Zigaretten.

E-Zigaretten und die Diskussion zu den Gesundheitsrisiken

Der Trend der E-Zigaretten ist noch relativ jung und die Datenlage zu den Gesundheitsrisiken wird hitzig diskutiert. Laut der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ) kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Inhaltsstoffe von E-Zigaretten bei einem Dauergebrauch Krebs auslösen. Allein mit dieser Positionierung muss sich das DKFZ starke Kritik von den Befürwortern der E-Zigarette gefallen lassen. Denn mit einer Verunsicherung hinsichtlich der weniger schädlichen Wirkung von E-Zigaretten, würden viele herkömmliche Raucher den Umstieg nicht wagen und weiterhin herkömmlich Rauchen, mit allen seinen gesundheitlichen Konsequenzen.

Ist der Nikotingehalt in E-Zigaretten krebserregend?

Bei diesem Punkt wird die Auseinandersetzung hinsichtlich der Datenlage deutlich weniger hitzig geführt. Zwar berichteten Forscher in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Investigation von dem Bestehen einer potenziell schädigenden Wirkung des Nikotins auf Mechanismen des Immunsystems die der Krebsabwehr dienen. In Tierexperimenten hat sich ein Krebs auslösender Effekt jedoch nicht bestätigt. Zusammenfassend scheint Nikotin laut aktueller Studienlage keinen Krebs zu verursachen.

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9 Kommentare

  1. Grundsätzlich: Gibt es gesundes Rauchen / Dampfen? Eher nicht und kaum ein Dampfer wird davon ausgehen, nach dem Umstieg nun “ach so gesund” zu leben. Jenen, die eine E-Zigarette nutzen geht es um weniger gesundheitlichen Schaden und um mehr Genuss. Und weniger schädlich- das scheint nach aktuellem Wissensstand durchaus der Fall zu sein.
    Waren nicht bereits Kartoffelchips in den Schlagzeilen, krebserregend zu sein (durch den Frittiervorgang)? Oder anders- was hat eigentlich keine schädlichen Wechselwirkungen auf den menschlichen Organismus?
    Ich habe 30 Jahre lang stark geraucht und bin von einem Tag zum anderen komplett auf E-Zigarette umgestiegen- ohne Entzugserscheinungen und allem was dazu gehört (zur Freude meiner Familie, die schon mit gewissen Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit gerechnet hatte). Das macht mich nicht zum Gesundheitsapostel, aber das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken habe ich mit Sicherheit um ein vielfaches gesenkt.
    Nikotin hat Nebenwirkungen, mit Sicherheit. Allerdings ist dieser Stoff seit langem bekannt und hinreichend erforscht. Krebserregend ist Nikotin nicht.

  2. Als leidenschaftlicher Dampfer (und Ex-Raucher) ist mir durchaus bewusst, dass Nikotin süchtig macht. Wohl auch der Grund, warum ich nach Jahren (zumindest teilweise) immernoch mit Nikotin dampfe. Als krebserregend hat man hingegenschon länger die Mischung der verschiedenen Inhaltsstoffe des herkömmlichen Zigarettenrauchs identifiziert. Es ist also nicht das Nikotin selbst, welches für Krebs, Lungen- und Herzkrankheiten verantwortlich ist, sondern die Art der Aufnahme von Nikotin. Da ist die E-Zigarette bestimmt die weniger schädliche Alternative, auch wenn man mit Nikotin dampft.

  3. Die tabakindustrie hat so viele Freiheiten mit ihren Zusatzstofffen, wenn man sich die lange Liste mal anguckt.
    Was hat man denn in der e zigarette, vielleicht 10 Zusatzstoffe!
    Nikotin ist nie das problem!

  4. Warum heißt hier die Überschrift nicht : E-Zigaretten – Nikotin gilt nicht als krebserregend ! ??

  5. @klaus: in england etwa ist dies der fall – der staat ermutigt raucher inform von kampagnen bis hin zum ärtzlichen “e-zigaretten-rezept” zum umstieg auf die um 95% weniger schädlichere alternative; grund hierfür ist u.a., dass große teile des dortigen gesundheitssystems staatlich finanziert werden, ergo besteht ein interesse an der volksgesundheit – und der einsparung der kosten zur behandlung typischer folgen (herz-/kreislauf, krebstherapie, …)

    deutschland’s sichtweise scheint eine andere zu sein: man dankt für die tabaksteuer (etwa 3 der 5 (schachtel-)euro) und das frühere ableben -> kürzere rentenzahlung; zudem ist hierzulande die lobbyarbeit der pharamakonzerne reger.

  6. In der Medizin wird Nikotin in klinischer Form (also genau wie in Nikotinliquids der E-Zigarette/Dampfe) zur Behandlung von Parkinson eingesetzt. Ebenso wird es bei Parkinson gefährdeten Patienten zur Prävention eingesetzt. Warum sagt eigentlich nie jemand, dass es niemandem um unsere Gesundheit geht, sondern nur darum, wer das meiste Geld damit verdienen kann!?!

  7. Nikotin steht noch nicht einmal auf der Liste der WHO der Substanzen, die in Verdacht (!) stehen, Krebs zu erzeugen…..

  8. Die e zigarette wird überwiegend nur von ehemaligen Rauchern genutzt. Warum wird die weniger schädliche Alternative nicht besser gefördert, und die schädliche Tabakzigarette wird von ganz alleine mit dem Jahren vom Markt verschwinden?!

  9. Seltsam, warum wird bei der gesamten Nikotindiskussion nie angeregt, den Verzehr der nikotinhaltigen Nachtschattengewächse Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Auberginen u.s.w einzuschränken, gerade bei Kindern, Schwangeren und Gebrechlichen ?

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