E Zigarette – Weitere Studie zur Debatte zur Rauchentwöhnung

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Foto: ©iStock.com/amnarj2006
Nun ist eine weitere Studie zum Thema E-Zigarette Rauchentwöhnung veröffentlicht worden, und dürfte für weiteren Gesprächsstoff sorgen.

Ob die E-Zigarette zur Rauchentwöhnung von herkömmlichen Zigaretten wirksam ist, wird bereits seit langem diskutiert. Nun ist eine weitere Studie zum Thema veröffentlicht worden, und dürfte für weiteren Gesprächsstoff sorgen. Das Forschungsprojekt der IFT-Gesundheitsförderung München, hatte Teilnehmer eines Programms zur Tabakentwöhnung zum Nutzen der Elektronischen Zigarette in Bezug auf einen Rauchstopp von herkömmlichen Zigaretten befragt. Das Ergebnis der Befragung, soll zeigen, dass Nutzer der E-Zigarette nach einem Jahr seltener Nikotin-abstinent waren als die anderen Teilnehmer der Studie. Bei Nutzern der E-Zigaretten waren laut Befragung nach einem Jahr etwa 20 Prozent der Teilnehmer rauchfrei. Bei den Studienteilnehmern, welche nicht die E-Zigarette nutzten, waren etwa 39 Prozent der Befragten nach einem Jahr rauchfrei. Mit Blick auf das Ergebnis der Studie, wird damit in der öffentlichen Kommunikation, nun zunächst die E-Zigarette als eher hinderlich für einen Rauchstopp beschrieben.

Das Ergebnis der neuen Studie scheint damit der Schlussfolgerung von Forschern der „University of California“ zum Thema E-Zigarette und Abstinenz zu folgen. Die Forscher hatten bereits zu Jahresbeginn behauptet, dass für Nutzer der Elektronischen Zigarette ein Rauchstopp schwerer ist, als für Raucher normaler Zigaretten. Die Chance mit dem Rauchen mittels E-Zigarette aufzuhören sahen die Forscher als um 30 Prozent vermindert an. Allerdings musste die Studie aus Kalifornien sich heftige Kritik aufgrund unzureichender wissenschaftlicher Herangehensweisen gefallen lassen.

Studien E-Zigarette mit positiven Ergebnis für Rauchentwöhnung

Erst vor Kurzem hatte das neue Positionspapier zum Gebrauch von E-Zigaretten von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) für Diskussionen gesorgt. Im Ergebnis sieht der DHS die E-Zigarette nur vereinzelt als empfehlenswert für eine Verringerung der gesundheitlichen Schäden an. Dennoch wurde der E-Zigarette attestiert, dass „… Einzig Raucherinnen und Raucher, die nicht aufhören können oder wollen, erreichen durch den Umstieg auf E-Zigaretten eine Schadensminderung – allerdings nur dann, wenn sie vollständig auf E-Zigaretten umsteigen.“ Genau dieser Sachverhalt wurde von den Forschern der University of California jedoch nicht bestätigt. Das Gegenteil wurde in ihren Studien beobachtet. Der Großteil der beobachteten Gruppe hatte demnach neben der E-Zigarette auch weiterhin herkömmliche Zigaretten geraucht, wodurch diese Gruppe einfach nur ein weiteres Nikotinprodukt konsumierte. Die geringere gesundheitliche Schädigung durch die Substitution von herkömmlichen Zigaretten durch E-Zigaretten, kann laut der Forscher damit nicht bestätigt werden.

Studien aus Großbritannien zeigen dagegen seit längeren einen deutlich positiveren Einfluss der E-Zigarette. Wissenschaftler der London School of Medicine and Dentistry hatten 2014 anhand mehrerer Studien formuliert, dass E-Zigaretten beim Entwöhnen von Nikotin helfen können. Und auch Forscher des Londoner University College weisen deutlich auf einen Zusammenhang zwischen der Nutzung der E-Zigarette und einer steigenden Tabak-Abstinenz hin. Sie berufen sich auf Auswertungen aus rund 43.000 Daten von Rauchern aus Großbritannien, welche zusätzlich mit Daten des Nationalen Gesundheitsdienstes angereichert wurden. Und auch das Royal College of Physicians aus London, sieht in der E-Zigarette eine wirkliche Chance, gesundheitliche Schäden durch den Konsum von Tabak deutlich zu verringern.

Die Auseinandersetzung um den Nutzen der E-Zigarette zur Rauchentwöhnung wird weitere Auswertungen und Studien nach sich ziehen. Studien die darauf hinweisen, dass E-Zigaretten deutlich weniger schädlich sind als herkömmliche Zigaretten, bieten jedoch bereits heute schon die Chance vielen Menschen vor schweren Krankheiten durch herkömmliche Zigaretten zu bewahren, so diese Studien recht behalten.

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4 Kommentare

  1. Wenn die IFT sich tatsächlich die Plakette an die Brust steckt, dass ihre Studienergebnisse mit der Studie der University of California (ich sag nur: Stanton Glantz!) übereinstimmen, dann würde ich mich anstelle der IFT in Grund und Boden schämen.
    Die Meta-Studie von Glantz und Konsorten wurde international als absoluter Müll verrissen.
    http://www.sciencemediacentre.org/expert-reaction-to-meta-analysis-looking-at-e-cigarette-use-and-smoking-cessation/
    Wenn man Raucher (= Rauchstopp nicht gelungen) danach befragt, ob sie jemals die E-Zigarette zum Rauchstopp genutzt hätten und Dampfer (Rauchstopp = gelungen) von vorneherein ausschließt, kommt man unschwer zum Ergebnis, dass die Dampfe zum Rauchstopp nicht taugt.

    Darüberhinaus ist die Dampfe ein Genußmittel, welches nicht beweisen muss, dass es als Rauchstoppmittel taugt.

    Es reicht völlig, zu wissen, dass Dampfen nicht gefährlich ist – (wenn auch nicht zu 100 % ungefährlich, weil es nichts gibt, was dies ist)

  2. Wieso soll die e zigarette ein Entwöhnungmittel sein? Es ist eine WENIGER SCHÄDLICHE ALTERNATIVE FÜR RAUCHER, ODER EHEMALIGE RAUCHER, DA SIE JA NICHT MEHR RAUCHEN (-;, so wie ich. ICH RAUCHE NICHT ICH DAMPFE. Bin mal so dreist und behaupte mal ich bin NICHTRAUCHER.
    Wenn ich jetzt im jahr NUR drei zigaretten rauche, habe ich keine schadensminimierung? Kapier ich nicht!!!
    Die dampfe ist ab 18 jahren, weiss garnicht warum dan so viel diskutiert werden muss.
    Ist doch bei alkohol, das das höchste schadenspotenzial von allen Drogen hat, auch nicht der fall.

  3. 83,2% der Kursleiter haben an der Studie nicht teilgenommen, aus welchen Gründen auch immer, von den Verbleibenden sprechen keine 10% das Thema E-Zigarette in ihren Kursen von sich aus an. Nur 25% der ermittelten EZ-Nutzer verwendeten diese auch täglich, in diese Gruppe dürften dann wohl auch die nach einem Jahr Abstinenten fallen. Das entspräche dann einer Erfolgsquote von 76%.

    Wie stehen die Kursleiter zur Nutzung der E-Zigarette als Aufhörhilfe?
    Methode: Online Befragung aller ausgebildeten Kursleitenden (N = 2.120)Ø
    Fragebogen komplett ausgefüllt: N=367 (Rücklaufquote: 16,8%)

    Ergebnisse
    § In 91% der Kursen wurde das Thema angesprochen, wobei in 92% dieser Fälle die
    Teilnehmenden die EZ ansprachen.

    Von insgesamt 84 „E-Zigarettennutzern“ waren tatsächlich nur 21 tägliche Nutzer.

    Auswertung

    • Möglicherweise verhindert eine negative Haltung der
    Kursleitenden einen positiven Effekt
    • Die Aufhörwilligen erhalten im Kurs keine gezielte
    Unterstützung zum Einsatz der EZ beim Aufhören

    http://www.rauchfrei-programm.de/images/Vortrag_Heidelberg_2015.pdf

  4. Liebe Leute,
    haltet bitte Tabak und Nikotin auseinander. Es geht nicht um „Nikotinabstinenz“, es geht um „Tabakabstinenz“. Nikotin ist ein, ich weiß, das tut jetzt weh, ziemlich harmloser Stoff (wenn man es sich nicht gerade spritzt). Es ist in Suchtpotential und Schädlichkeit etwa dem Kaffee gleich.

    Für die Erkenntnis, dass die E-Dampfe deutlich weniger schädlich ist, als die Zigarette, braucht es keine Studien (die es trotzdem gibt)… da reicht das Köpfchen auf dem Hälschen voll aus. Die Schädlichkeit von Dampfen dürfte in etwa so groß sein wie Kaffee trinken.
    Der Dampf besteht aus Disconebel, der bekanntermaßen bis jetzt nur sehr wenige Todesopfer gefordert hat, und Lebensmittelaromen (etwa um die 5%). Eventuell ist dann noch Nikotin enthalten, macht euch mal selber ein Bild, wie harmlos das Zeug tatsächlich ist. Ich kann euch zu dem Thema einen echt guten Toxikologen empfehlen Prof. Dr. Bernd Mayer von der Uni Graz.

    Wenn die Dampfe normal betrieben wird (und man merkt an einem furchtbaren Geschmack sofort, wenn das mal nicht der Fall sein sollte), dann fehlen im Dampf alle schädlichen Stoffe wie Formaldehyd, Acrolein, Kohlenstoffmonoxid, ect. Das kann man messen, hat man sogar schon gemacht.

    So, Preisfrage, was an der Dampfe ist jetzt der Teil, der den Dampfer umbringen soll?

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