E-Zigarette politisch ausgebremst?

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Foto: ©iStock.com/amnarj2006
E-Zigarette deutlich weniger schädlich als in der Öffentlichkeit kommuniziert?

Trotz heftiger Diskussionen um die E-Zigarette, steigen immer mehr Menschen auf die elektronische Zigarette um. Immer häufiger sieht man die vergleichsweise großen Dampfwolken und Menschen die die E-Zigarette nutzen.

Im Rahmen der Diskussion um das für und wider der E-Zigarette, findet im Nachbarland Österreich eine ähnliche Diskussion wie hierzulande statt. Die Diskussion wird dabei jedoch bereits mit deutlich härteren Bandagen geführt. Erst kürzlich hat sich beispielsweise der Grazer Toxikologe Bernhard-Michael Mayer von der Karl-Franzens-Universität klar als Befürworter der E-Zigarette positioniert. Er sieht die E-Zigarette nicht nur als deutlich weniger schädlich als die herkömmliche Zigarette, sondern auch als deutlich weniger schädlich als in der Öffentlichkeit häufig kommuniziert. Wie auf dem Portal steiermark.orf.at zu lesen war, vermutet der Wissenschaftler hinter der angeheizten Diskussion insbesondere wirtschaftspolitische Interessen, welche einen weiteren Aufstieg der E-Zigarette verhindern möchten.

Wirtschaftliche Interessen vor Gesundheit?

Michael Mayer sieht in der Auseinandersetzung einen gesundheitspolitischen Skandal, ausgelöst durch wirtschaftliche Interessen. Insbesondere die Pharmaindustrie sieht er als Gegenspieler in der Diskussion, welche gerade im Bereich der Nikotinersatz-Produkte um Umsatz fürchten müsse. Aber auch die Politik wird als möglicher Gegenpart genannt, da gerade die Tabaksteuer Einbußen erleiden könnte. Der Wissenschaftler vermutet daher ein „bewusstes Schlecht-Machen“ der E-Zigarette, damit herkömmliche Raucher nicht auf die elektronische Variante umsteigen.

Nikotin nicht problematisch?

Der Toxikologe sieht im Wesentlichen Vorteile, wenn es um das Thema E-Zigarette im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette geht. Insbesondere hilft die elektronische Variante bei Rauchern Lungenkrankheiten aufzuhalten. Das Wegfallen der Verbrennung sorgt zudem dafür, dass insbesondere die schädlichen Verbrennungsprodukte gar nicht erst entstehen können. Übrig bleibt nun die Diskussion über das Nikotin, welches laut Mayer nur durch die Assoziation zum Rauchen in Verruf geraten ist, und abgelöst betrachtet jedoch ähnlich harmlos ist wie Koffein.

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2 Kommentare

  1. Ich bin vor 5 Jahren durch die E-Zigarette zum Nichtraucher geworden. Nach 25 Jahren in denen ich 30 Zigaretten täglich rauchte. Leider sieht das DKFZ darin nichts positives. Die Angst der Gegner vor einem neuen Trend überwiegt dem gesundheitspolitischen Potential des E-Dampfens.. Leider wurde die Politik fast ausschließlich von sogenannten Experten aus dem gegnerischen Lager mit möglichen Risiken informiert. Es ist schön zu sehen, das Sie hier eine objektive Berichterstattung betreiben.

  2. Endlich mal ein Artikel der das Problem auf den Punkt bringt! Verbraucherschutz ist gut, aber wenn die E-Zigarette zu Tode reglementiert wird, nimmt man vielen Menschen die Möglichkeit endlich vom Tabakkonsum loszukommen. Ich bin seit 2 Monaten rauchfrei dank E-Zigarette und ich hätte mir vorher nicht vorstellen können mit dem Rauchen aufzuhören.

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