E-Zigarette mit 400 Prozent Wachstum

diagramm-balken
Foto: ©iStock.com/micz123
Im Jahre 2011 lag der Umsatz durch E-Zigaretten noch bei etwa 100 Millionen Euro. Nur fünf Jahre später sind es bereits 400 Millionen Euro.

Der Erfolg der E-Zigarette scheint auch hierzulande nicht mehr aufzuhalten zu sein. Neue Zahlen zur Umsatzentwicklung in den vergangenen Jahren belegen das enorme Wachstum.

Wie aus der aktuellen Umsatzgrafik „Der Aufstieg der E-Zigarette“ der FAZ und Statista zu sehen ist, hat sich der Umsatz allein in den vergangenen fünf Jahren um 400 Prozent gesteigert. Im Jahre 2011 lag der Umsatz durch E-Zigaretten noch bei etwa 100 Millionen Euro. Nur fünf Jahre später sind es bereits 400 Millionen Euro. Und dieser Trend scheint auch im aktuellen Jahr anzuhalten. Vor dem Hintergrund, dass die elektronische Zigarette als deutlich weniger schädlich gilt als die herkömmliche Zigarette, sind dies zunächst gute Nachrichten.

Anscheinend lassen sich immer mehr Raucher auf die E-Zigarette ein und das obwohl die Diskussion zur E-Zigarette mitunter gerade von Kritikern, mit gesundheitlichen Risiken verknüpft wird. Allerdings werden die Argumente der Befürworter der E-Zigarette immer mehr und tatsächlich schlüssiger. Mittlerweile hat es den Anschein, dass die Befürworter immer mehr an Gewicht hinsichtlich der Deutungshoheit gewinnen können.

So wurde bereits die Gateway-Hypothese, welche die E-Zigarette erst als Einstieg in den herkömmlichen Tabak-Konsum sah nicht bestätigt. Auch der Verdacht, dass das Nikotin in den E-Zigaretten Krebs verursachen könnte, konnte nicht bestätigt werden. Studien aus Großbritannien haben zudem gezeigt, dass Nutzer der E-Zigarette deutlich geringere Belastungen mit toxischen und krebserregenden Stoffen als Raucher aufweisen und somit die elektronische Zigarette deutlich weniger schädlich ist.

Bei etwa 121.000 Rauchertoten pro Jahr in Deutschland, sollte auch seitens der Politik zumindest die E-Zigarette als mögliche Alternative zur Verbesserung der aktuellen Situation geprüft werden. Mit der erst kürzlich in Kraft getretenen Tabakrichtlinie, hat die Politik bereits gezeigt, dass sie den Trend bemerkt hat. Mit der Richtlinie zur Qualitätssicherung der Inhaltsstoffe in den Liquids, wurde zumindest ein richtiger Schritt unternommen, damit sichergestellt wird, dass die Liquids von entsprechender Qualität sind.

Mehr zum Thema

ebenfalls interessant ....

2 Kommentare

  1. Es geht dem Staat doch net um die Gesundheit der Menschen. Dem Staat geht’s doch viel mehr um die finanzielle Gesundheit vom Staat selbst! Mit jedem Raucher, der von der „analogen“ Zigarette zur E-Zigarette wechselt, verliert der Staat nen Teil einer der wichtigsten Haupteinnahmequelle. Würde es um die Gesundheit der Menschen gehen, wären die nachweislich schädlichen Tabak-Zigaretten schon lange verboten.

  2. Das Tabakerzeugnisgesetz trat bereits zum 20.5.16 in Kraft.

    Der Markt war vorher schon breit aufgestellt. D. h. wer wollte, konnte Verschlüsse mit Kindersicherung bekommen. Wer wollte, konnte Liquid kaufen, das zertifiziert war und dessen Bestandteile aufgelistet sind.

    Der Gesetzgeber hat den Bereich, gerade auch im Hinblick auf die viel schädlicheren Tabakzigaretten völlig überregulliert,

    Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage dafür, wie vor dem Nikotin gewarnt werden muss, wenn es eben nicht in Verbindung mit den entsprechenden Stoffen im Tabakrauch konsumiert wird.

    Es lag auch kein Handlungsbedarf vor. Er hat mit der Regulierung die Verunsicherung vergrößert und schadet damit nachhaltig der Verbesserung der Volksgesundheit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.