E-Zigarette in Deutschland immer beliebter

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Foto: ©iStock.com/amnarj2006
Studie Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin (MIPH): Aufgrund der Studie wurde ersichtlich, dass die E-Zigarette in Deutschland immer beliebter wird.

Man bezeichnet die E-Zigarette auch als elektrische oder elektronische Zigarette. In ihr ist ein Liquid enthalten, das sich in einem Depot befindet. Dieses Liquid wird über ein Heizelement erwärmt und als Aerosol inhaliert. Manche der angebotenen Liquide enthalten auch Nikotin. Mittlerweile werden viele unterschiedliche Aromen, von Vanille und Minze bis hin zu Popcorn, angeboten.

E-Zigaretten werden heute im großen Stil produziert, denn die Tabakindustrie wittert deren riesiges und weltweites Marktpotenzial. Hinsichtlich gesundheitlicher Risiken ist sich die Fachwelt bis heute nicht einig. Auch beim Thema Abhängigkeit herrscht weitgehende Uneinigkeit, so dass weitere Untersuchungen regelmäßig gefordert werden.

Das Mannheimer Institut für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin (MIPH,) hat nun aus diesem Grund 840 Schüler im Alter von zwölf bis dreizehn Jahren einen Fragebogen mit insgesamt 34 Fragen vorgelegt. Die Forscher erfragten darin das Konsummuster und die Motive in Bezug auf die Nutzung der E-Zigarette. Die so gewonnenen Daten wurden in einer Studie erfasst.

Aufgrund dieser Studie wurde ersichtlich, dass die E-Zigarette in Deutschland immer beliebter wird. 16,2 Prozent der befragten Schüler hatten bereits mindestens einmal eine E-Zigarette benutzt. Das bedeutet, dass mittlerweile mehr Jugendliche zur E-Zigarette greifen als zu Tabak. 2012 waren es lediglich 4,7 Prozent.

Das ist ein starker Anstieg, den das Mannheimer Institut für alarmierend hält. Die Wissenschaftler plädieren daher dafür weitere Untersuchungen zum Risikoprofil der E-Zigarette durchzuführen.

Fazit:
In den siebten und achten Klassen der Schulen in Deutschland kennt nahezu jeder Jugendliche das Produkt E-Zigarette und jeder sechste hat sie bereits genutzt. Männliche Schüler und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind unter den Konsumenten am häufigsten vertreten. Der Großteil der Nutzer gab Neugier als Motiv an.

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Quelle: http://medizin-aspekte.de

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3 Kommentare

  1. Diese “Studie” verdient den Namen m.E. nicht. Die Gruppe war viel zu klein, sowie auf eine einzige Region beschränkt, um aussagekräftige Annahmen zu treffen.

    Selbst wenn die Zahlen so stimmen würden:
    In Zeiten von Internet und Smartphones muss man schon fast in einer Höhle leben, um noch nie von der Dampfe “gehört” zu haben.

    Zudem sind die E-Damofgeräte zu mindestens 95% weniger schädlich als Tabakzigaretten. Wenn nun also Jugendliche im grossen Stil das Dampfen STATT das Rauchen für sich entdecken würden, wäre das ein grosser Schritt im Sinne der Harm Reduction.

    Was in all diesen Untersuchungen fehlt, ist ein aussagekräftiger Vergleich, wie viele der Jugendlichen später anfangen zu rauchen. Dies immer im Vergleich dazu, wie viele rauchen würden, ohne je gedampft zu haben.

    Alles in Allem sagt diese Untersuchung also eigentlich gar nichts aus.

  2. Die meisten Kinder die ich sehe rauchen. Dampfen hat ich noch nie gesehen.
    Wieviele “probieren” denn mal harten alkohol? Dazu müssen auch mal Untersuchungen rangezogen werden.
    Die fangen doch teils mit 13 Jahren schon an.
    Warum ist denn Bier ab 16 und nicht ab 18?

    Und wenn sie nikotin konsumieren sollten, was ist besser dampfen oder rauchen?
    Sind beides Genussmittel .

    Ich hab so viel in meiner Jugend probiert, sollte man vielleicht auch machen, und mir geht’s blendend.

  3. - “16,2 Prozent der befragten Schüler hatten bereits mindestens einmal eine E-Zigarette benutzt. Das bedeutet, dass mittlerweile mehr Jugendliche zur E-Zigarette greifen als zu Tabak.” –
    Ausprobiert, die Jugendlichen haben aus Neugier die E-Shishas “mindestens einmal” ausprobiert !
    Warum veröffentlichen Sie nicht die Zahlen der dauerhaften Konsumenten dieser Altersgruppe, oder gibt das die Studie nicht her ?

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