E-Zigarette: Gateway-Hypothese in Studie nicht bestätigt

studie-auswertung
Foto: ©iStock.com/kivoart
Viele Kritiker vertreten die Ansicht, dass die E-Zigarette eine Einstiegsdroge sei und in weiterer Folge die Jugendlichen verführe, doch eine Zigarette zu probieren.

Vertreter der Gesundheitspolitik und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben E-Zigaretten noch nicht als Ausstiegsmittel aus dem Tabakkonsum erkannt. Auch das “Deutsche Krebsforschungszentrum” (DKFZ) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind der Meinung, dass E-Zigaretten keine tatsächlich gesundheitlich unbedenklichen Produkte sind. So sollen die langfristigen Folgen erst in einigen Jahren zu erkennen sein. Neben den gesundheitlichen Aspekten, führen Kritiker der E-Zigarette regelmäßig auch die sogenannte Gateway-Hypothese gegen das Dampfen an. Die Gateway-Hypothese (zu Deutsch: Einstiegsdroge) kommt aus dem medizinischen Bereich und bezieht sich auf den Zusammenhang des Konsums einer Droge, welche die Wahrscheinlichkeit für den Konsum anderer Drogen erhöht. Im Fall der elektronischen Zigarette soll selbige also als Einstiegsdroge zum Konsum von herkömmlichen Zigaretten führen. Doch was ist dran an der Gateway-Hypothese hinsichtlich der E-Zigarette?

Jugendliche haben kaum ein Interesse an den klassischen Zigaretten

Viele Kritiker vertreten die Ansicht, dass die E-Zigarette eine Einstiegsdroge sei und in weiterer Folge die Jugendlichen verführe, doch eine Zigarette zu probieren. Doch eine Studie, die vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegeben wurde, zeigt andere Zahlen: So hat nur ein Bruchteil der 300 Schüler, die zwischen 14 und 24 Jahre alt waren, angegeben, durch die E-Zigarette auf den “Geschmack” gekommen zu sein. Auch eine Studie, die im “Deutschen Ärzteblatt” veröffentlicht wurde, hat eindrucksvoll gezeigt, dass es anscheinend keinen Zusammenhang zwischen dem Ausprobieren der E-Zigarette und einem weiteren Tabakkonsum gibt. Die beiden Studien dürften mit Ihren Ergebnissen die Argumente der Befürworter unterstreichen und das Argument der Gateway-Hypothese wiederlegen. Grundsätzlich scheinen die Vorteile der E-Zigarette auch zu deutlich zu sein, als dass Dampfer den umgekehrten Weg nehmen und im Anschluss auf herkömmliche Zigaretten umsteigen oder einsteigen. Neben den gesundheitlich deutlich bedenklicheren Auswirkungen der herkömmlichen Zigaretten, dürfte vielen Dampfern auch der starke Zigarettengeruch der Tabakzigarette am Körper und in der Kleidung nicht besonders attraktiv erscheinen.

Immer mehr Raucher entscheiden sich für die E-Zigarette

Sehr wohl gibt es Raucher, die gar nicht mehr zur Zigarette greifen, weil sie ihre E-Zigarette nutzen und zu sogenannten “Dampfern” geworden sind. Auch die Zahlen zeigen, dass die Jugendlichen, die mit E-Zigaretten in Kontakt kamen, nicht automatisch auf Zigaretten zurückgreifen. Immer deutlicher wird, dass die E-Zigarette mitunter doch eine Hilfe für Raucher ist, die den klassischen Zigaretten den Kampf ansagen wollen.

Mehr zum Thema

Quelle: www.aerzteblatt.de

Teilen
Facebooktwittergoogle_pluslinkedinmail

ebenfalls interessant ....

1 Kommentar

  1. Ah ja, also sind 24 jährige noch Jugendliche, ich schmeiß mich weg.
    Dachte immer ab 18 ist man erwachsen und man darf rauchen, harten alkohol trinken und illegale autorennen fahren.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>