E-Zigarette als Strategie zur Schadensminimierung?

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Foto: ©iStock.com/amnarj2006
Als Erkenntnis aus aktuellen Studien sieht der DHS die E-Zigarette nur bedingt als empfehlenswert für eine Schadensminimierung an.

Wenn es um das Thema E-Zigaretten geht, werden in der Regel Aspekte zur gesundheitlichen Schadensminimierung und Raucherentwöhnung diskutiert. Bei beiden Themen gehen die Meinungen auseinander. Und auch weltweit sind die Regulierungen hinsichtlich des Gebrauchs von E-Zigaretten alles andere als homogen. Von Verboten und mit entsprechender Strafandrohung bis zu völlig legal, gibt es zurzeit alles.

Auf dem Portal www.heilpraxisnet.de wurde nun über das neue Positionspapier zum Gebrauch von E-Zigaretten von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) berichtet. Als Erkenntnis aus aktuellen Studien sieht der DHS die E-Zigarette nur bedingt als empfehlenswert für eine Schadensminimierung an. Allerdings heißt es dort auch: „… Einzig Raucherinnen und Raucher, die nicht aufhören können oder wollen, erreichen durch den Umstieg auf E-Zigaretten eine Schadensminderung – allerdings nur dann, wenn sie vollständig auf E-Zigaretten umsteigen.“

Diese Erkenntnis wurde zwar relativ defensiv formuliert, könnte jedoch eine enorme Wirkung auf die hiesige Wahrnehmung auf die elektronische Zigarette entfalten. Denn tatsächlich tun sich sehr viele herkömmliche Raucher schwer von der Sucht los zu kommen. Ein komplettumstieg auf die E-Zigarette würde nach dieser Erkenntnis also eine Schadensminimierung bewirken. Zahlreiche Nutzer der E-Zigarette sind von der Schadensminimierung bereits überzeugt und haben den Umstieg umgesetzt. Wer weiterhin herkömmlich raucht und zusätzlich auch E-Zigaretten nutzt hat demnach also keinerlei Vorteile.

Die Veröffentlichung wurde auf der Tagung „Abstinenz – Konsum – Kontrolle“ in Erfurt bekannt gegeben.

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3 Kommentare

  1. Ich rauche seit zwei Jahren nur noch e Zigarette und ich kann belegen anhand meines Hausarztes das mein Blutbild sowie mein Lungenvolumen als auch meine körperliche Fitness bedeutend besser sind

  2. Mittlerweile hören sich Berichte über die E-zigarette so an als ob es überhaupt nicht gewollt ist Raucher vom schädlichen Tabak wegzubekommen. Denke aber die meisten, so wie auch ich, sind dankbar über diese weniger schädliche Alternative. Ich persönlich fühle mich seit dem Umstieg pudelwohl und wenn ich zwischendurch mal eine richtige Zigarette rauche sei es mir gegönnt :)

  3. Jede zigarette die nicht geraucht wird ist doch eine schadensminimierung, oder verstehe ich was falsch?
    Dann sollten die Raucher mal zur e zigarette geführt werden. Mit positiven berichten, und nicht negative Propaganda.
    In 20 Jahren würde es keine tabakzigaretten mehr auf dem Planeten geben.