Diskussionen noch vor Entscheidung zur Praxisgebühr

Dem Antrag der SPD folgend befasst sich der Bundestag am Freitag mit dem zukünftigen Umgang der sogenannten Praxisgebühr. Während in den vergangenen Jahren immer wieder kritische Stimmen zur Praxisgebühr laut wurden, verschärfte sich die Auseinandersetzung zu diesem Thema seitdem die Milliardenüberschüsse der gesetzlichen Krankenversicherung bekannt geworden sind.

Aktuelle Positionen und Meinungen

Die FDP hatte sich bereits frühzeitig für eine Abschaffung der Praxisgebühr stark gemacht. Für diese Position musste sie sogleich starke Kritik vom Koalitionspartner sich gefallen lassen. Erst kürzlich hatte der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn den Koalitionspartner deutlich kritisiert und klargestellt, dass die Union in dieser Sache ihre Position auch gegenüber der FDP beibehalten wird und nicht nachgeben kann. Die Union lehnt damit weiterhin die Abschaffung der Praxisgebühr ab. Diese Position hat der Gesundheitspolitiker auch noch heute im Frühstücksfernsehen bekräftigt. Die CDU sieht insbesondere bei einer Abschaffung der Praxisgebühr die potentiell notwendigen finanziellen Rücklagen gefährdet, welche der Sozialkasse in schlechteren Zeiten dann fehlen könnten.

GKV gegenüber der PKV im Nachteil

Für Verantwortliche der gesetzlichen Krankenkassen dürfte die Erhebung der Praxisgebühr ebenfalls ein Ärgernis darstellen. Denn gerade hier schneidet die GKV im Krankenversicherungsvergleich schlechter ab. Auch wenn es sich nur um 10 Euro pro Monat handelt, so ist diese Summe für viele Versicherte bereits eine finanzielle Belastung. Darüber hinaus muss sich das Instrument der Praxisgebühr auch stets den Vorwurf gefallen lassen, insbesondere Kranke und finanziell schwache Versicherte in erster Linie zu belasten.

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