Diskussion um PKV-Zukunft neu entfacht

Mit einem erschreckenden Bericht ging das Handelsblatt am Wochenende in die nächste Runde der Diskussion um die Zukunft der privaten Krankenversicherung. Tatsächlich könnte der interessierte Leser auf den Gedanken kommen, hier steht ein Duell der beiden Krankenversicherungssysteme an, denn der Bericht geht eindrucksvoll auf die Vor- und Nachteile der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung ein, und er zeigt die Beitragsentwicklung in beiden Systemen auf.

Mit etwas Abstand betrachtet, könnte man auf den Gedanken kommen, dass hier bereits die ersten Vorboten des anstehenden Wahlkampfs in Berlin grüßen lassen, denn die Aussage des Artikels ist eindeutig: Die private Krankenversicherung ist am Ende, die Totenglocke läutet bereits. Da ist es dann nur verständlich, dass die Vorsitzenden der großen PKV-Versicherer dagegen halten und mit stabilen Beiträgen und besten Leistungen überzeugen wollen.

Angesichts der gerade veröffentlichten neuen Zahlen für die Beitragsbemessungsgrenze und die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2013 sieht es bei näherer Betrachtung fast danach aus, als sollten solche und ähnliche Berichte politisch motiviert sein. Von einer neutralen Berichterstattung oder gar ersten Lösungsansätzen ist hier allerdings nicht die Rede. Vielmehr scheint es, als wolle man die privat Versicherten verunsichern und die gesetzlich Versicherten irreführen. Die Diskussion ist indes nicht neu. Im laufenden Jahr gab es bereits eine ganze Reihe von entsprechenden Auseinandersetzungen. So hatte erst kurz vor dem Sommer die AOK eine Studie zur privaten Krankenversicherung veröffentlicht, welche seine Wirkung nicht verfehlte.

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