Die Linke mit Krankenversicherungskonzept

Das Thema Bürgerversicherung ist nicht neu. Nun hat die Linke ein Konzept veröffentlicht, welches wieder zu einer Solidarisierung in der Krankenversicherung führen soll, so Fraktionschef Gregor Gysi. Kern der Studie ist eine Absenkung des Beitragssatzes auf 10,5 %. Der Krankenversicherungsbeitrag würde laut Studie die kommenden acht Jahre Stabil bleiben, unter der Vorraussetzung, dass sowohl die Praxisgebühr als auch die Zusatzbeiträge nicht weiter erhoben würden.

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Auch die Beiträge zur Pflegeversicherung könnten im gewissen Maße gesenkt werden, wenn wie von der Studie beschrieben, alle Bundesbürger unter einer einzigen Kranken- und Pflegeversicherung abgesichert wären.

Die bisherigen PKV Anbieter sollten dann keine weiteren Vollversicherungen anbieten können, sondern die PKV würde wohl einfach auslaufen. Einzig der Bereich Zusatzversicherungen dürfte von den privaten noch betrieben werden.

Die Beitragsberechnung für die Bürgerversicherung

Neben der aus der gesetzlichen Krankenkasse bekannten Beitragsberechnung anhand der Höhe des Einkommens, sollen auch Einnahmearten wie Einkünfte aus Kapitaleinkünfte und Mieteinkünfte für die Beitragserhebung herangezogen werden.

Tipps der Redaktion:

Die bisherige monatliche Beitragsbemessungsgrenze von 3712,50 Euro würde damit ihre Gültigkeit verlieren, so dass Besserverdienender sehr viel höhere Beiträge entrichten müssten.

Erste Kritik gegen den Vorschlag

Kritisiert wird der Vorschlag der Linken insbesondere wegen der Unverhältnismäßigkeit. Bei einem Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze. Sehr gut Verdienende mit einem fiktiven Einkommen von monatlich 1 Million Euro müssten demzufolge einen monatlichen Krankenversicherungsbeitrag von 105.000 Euro erbringen, für eine Leistung, welche andere vielfach günstiger erhalten. Für diesen Beitrag könnten sich gerade jene Personen auch einen eigenen Leibarzt leisten.

Zusätzlich ist die Erhebung der weiteren Einnahmequellen, welche nun zur Beitragsberechnung erhoben werden sollen, in der Praxis recht schwierig. Hier müsste wohl das Finanzamt mit entsprechenden Daten aushelfen.

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